er an, wenn ihm etwas bey dieser und jener Gelegenheit
war erbaulich gewesen, wenn er ein besonder Anliegen (welchem,
weil er gegen iedermann mitleidig war, offt unterworffen
war) hatte, und bat sich disfals eine Fürbitte aus, auch
wenn er obwol offt nur nach seiner Meinung gefehlet
hatte. Ich arbeitete daher an ihm //mit// vielem Vergnügen in
der Hoffnung er würde dereinst nebst seinen Bruder ein
brauchbares Werckzeug Gottes in seiner Kirche werden,
und sein Abschied konte daher nicht anders als wie zu-
förderst seine geliebte Eltern so auch mich und andere
empfindlich rühren. In Betrachtung aber allezeit
heiligen, weisen und guten Rathe Gottes und des Kindes
seligen Endes, durch welches er zur Ruh und in Sicherheit
gelanget ist, haben wir gerne mit einander angestimmet:
Was Gott thut, das ist wohl gethan. item Der HErr hat
alles recht bedacht und alles, alles wohl gemacht, gebt
userm Gott die Ehre. Wunderbar hat Gott das Hertz
die liebe Eltern bey dem Ende dieses Ihres so zärtlich
geliebten Söhnleins, und nachher bey des Töchterleins, ge-
stärcket; Gelobet sey er dafür. Wieder Vermuthen ist
dieses länger worden, als ich dachte. Der barmhertzige
Gott laße Euer Hochwürden nebst deren theuersten Frau Professorin
seiner Gnaden Obhut empfohlen seyn, womit nebst hertzlichster
Begrüßung von uns allen verharre
Eurer Hochwürden
zu Lieb und Gebet ergebenster
H. H. Lemcke