und mit vieler Dreistigkeit beseßene Zuhörer? Wie gegen die schläf-
rigen und faulen? Wie gegen die Unlautern und Heuchler, die doch
mal einen guten Schein haben? Wie gegen die schwachen und noch mit
vielen Fehlern behaffteten? Wie endlich gegen die starcken, und
wie wird doch ihr fortzugehender Wachsthum von ihnen befördert?
Ich glaube, es lieget alles danieder. Zwar kan ich andere nach mir, der
ich der elendeste bin, nicht beurtheilen. Denn ich befinde, daß in dem,
worauf die ietzt gethane Fragen gehen, von mir selber nichts, nichts
thun kan, sondern meinem Amte allein durch das Anhangen an der
Gnade und Krafft meines Heilandes und durch seine auch seines Geistes
Wirckung ein Gnüge zu thun im Stande bin. Das soll denn
auch künfftig hin mit Gottes Hülffe allemal das erste seyn,
worinn ich mich bemühen werde, so offt ich mit Seelen zu thun
haben soll, daß sich mein Hertz im Glauben an Christum, seine
Gnade und Krafft stärcke, deßen Beystand und Leitung im
Gebet suche, und als denn die Arbeit an den Seelen im völligen
Vertrauen auf ihn nach seinem Willen im Segen verrichtet werde.
Mit Erzehlung der gegenwärtigen Umstände unserer Gemeine
will Euer Hochwürden nicht länger Aufhalten, meinem Düncken
nach scheints auch nicht nöthig zu seyn. Denn was den innern
Zustand betrifft, da wir noch mancherley Leute unter uns haben,
von verschiedener GemüthsBeschaffenheit, so ist derselbe schon aus
rigen und faulen? Wie gegen die Unlautern und Heuchler, die doch
mal einen guten Schein haben? Wie gegen die schwachen und noch mit
vielen Fehlern behaffteten? Wie endlich gegen die starcken, und
wie wird doch ihr fortzugehender Wachsthum von ihnen befördert?
Ich glaube, es lieget alles danieder. Zwar kan ich andere nach mir, der
ich der elendeste bin, nicht beurtheilen. Denn ich befinde, daß in dem,
worauf die ietzt gethane Fragen gehen, von mir selber nichts, nichts
thun kan, sondern meinem Amte allein durch das Anhangen an der
Gnade und Krafft meines Heilandes und durch seine auch seines Geistes
Wirckung ein Gnüge zu thun im Stande bin. Das soll denn
auch künfftig hin mit Gottes Hülffe allemal das erste seyn,
worinn ich mich bemühen werde, so offt ich mit Seelen zu thun
haben soll, daß sich mein Hertz im Glauben an Christum, seine
Gnade und Krafft stärcke, deßen Beystand und Leitung im
Gebet suche, und als denn die Arbeit an den Seelen im völligen
Vertrauen auf ihn nach seinem Willen im Segen verrichtet werde.
Mit Erzehlung der gegenwärtigen Umstände unserer Gemeine
will Euer Hochwürden nicht länger Aufhalten, meinem Düncken
nach scheints auch nicht nöthig zu seyn. Denn was den innern
Zustand betrifft, da wir noch mancherley Leute unter uns haben,
von verschiedener GemüthsBeschaffenheit, so ist derselbe schon aus