dem vorhin gemeldeten abzunehmen, die Bekandtmachung des
äusern aber überlaße lieber und beßer meinem Werthesten Herrn
Collegen. Alles empfehle dem treuen Gott, wie ich sonst
täglich thue also auch ietzo da ich dieses vor seinem Ange-
sicht schreibe. Ich kan seine Wege in dem allerwenigsten
einsehen, und also auch darinn nicht, was er mit diesem [La]nde
und unserer Gemeine vor hat. Das weiß ich gewiß; wer
Gott fürchtet und liebet und darinn beharret, dem wird es wohl
gehen. Wir wißen, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge
zum besten dienen. Dahin ich denn vorietzo sonderlich die Neger-
Einführung und was man von Veränderung des Gouvernement[e]
in Georgia spricht, rechne. Ich schließe mit dem Wunsch; daß
Gott Euer Hochwürden nebst dem theuren Herrn Diacon Niemeyer
und andern seinen Knechten wolle stärcken und //noch// lange erhalten,
die Anstalten des Waysenhauses mit seinen Gnaden Flügeln
bedecken, alle Arbeit in denenselben mit Segen krönen, [un]d
auch uns an diesem Orte ferner in Gnaden beystehen. Womit
in gebührender Hochachtung verharre
Eurer Hochwürden
Meines in dem HErrn Jesu theuergeschätzten
Herrn Doctoris
P. S
Herr Pastor Bolzius läßt
seinen ergebensten Gruß
vermelden.
gehorsamster
Hermann Heinrich Lemcke