So halte mich um so vielmehr an meinen HErrn und Haupte, Christo,
und ist mein Vergnügen ihm zu folgen und gehorsam zu seyn in
allen Dingen. Den lieben Herrn Pastor Boltzius hat der gute Gott
bisher unter seinen vielen Geschäfften sehr gestärcket, und das ist auch
mein Verlangen und Wünschen bey Gott in meinen Gebeth.
Da es der Zustand der Gemeine und ein //zu// erwartender größer
Nutzen meines geringen Dienstes in derselben, auch meine eigenen
Umstände erfordert haben nicht allein zu bleiben, so habe mich
nach erkandten göttlichen Willen in den Ehestand begeben. Ob ich
nun gleich schwehr daran gegangen bin, aus vielen Ursachen,
welche mir aber selbst nach meinen eigenen Gedancken und Vernunfft
gemacht habe, so //konte// ich doch in denen Dingen die mich dazu bewogen,
keine Erleichterung und Trost finden bey Gott, so sehnlich ich auch solchen
suchte und verlangte, als bis mich zu solcher Veränderung et entschloß.
Gottes Wille muste also meinen Willen vorgehen, und allen sich hir
bey dieser Sache ereigende Unglaube weichen. Jetzo wünschte
ich nur für diese göttliche Führung den guten Gott recht loben und preisen
zu können, zumahl da der liebe Gott in das Hertz der verwittwe-
ten Frau Gronauin meiner ietzigen Ehegnoßin einen theuren
Schatz der Gnaden geleget hat, daß sie mir zu vielen Trost
und Unterricht gereichen kann. Es ist mir wohl durch diese