P. S. Weil es mit den 15 Pfund von der Societaet noch nicht seine völlige
Richtigkeit gehabt, so werde keinen andern Weg haben als den im Briefe gedachten
Wechsel auf des Herrn HofPredigers Namen zu stellen, und und unmittel-
bar an dieselben zu schicken, da Sie denn wol am leichtesten das Geld
für den Wechsel von der Soc[ietaet] bekommen werden. In dem Advis Briefe
will kürtzlich der Ursach davon gedencken.
Wenn ietzt Leute Briefe bringen wollen mit fortgeschickt zu werden, so
sage ihnen: es müße etwas dafür gezahlet werden, wir können es unsern
Freunden nicht zumuthen, daß sie das Post-Geld beständig zahlen sollen.
Sie sind auch willig dazu, und so möchte es wol gut seyn, wenn Sie könten
das Post Geld notiren, und uns einige Nachricht davon geben.
Es diente wol zu einer größern Erleichterung, wenn Herr Col[lege] Rabenhorst in oder
bey EbenEzer wohnete, er läßt auch seit dem Tode des Herrn Boltzii eine große
Neigung spühren zum hereinziehen, wenn er aber dabey zugleich damit umgehet
seine Plant[age] zu verkauffen, die Niemand an unserm Ort im Stande ist zu kauffen
und folglich in eines großen Neger Herrn Hände gerathen würde, davon
man für unsere arme Leute nichts gutes erwarten kan, wie die Erfahrung
schon gelehret, so ist es doch beßer er bleibet noch eine Weile wo er ist.
Im übrigen wolle mir Gott Weisheit geben mit ihm umzugehen und zurechtezu-
rechte zu kommen, damit nur keine Trennungen in der Gemeine zum Anstoß und
Aergerniß vorgehen. Er ist ziemlich dreist gegen den ersten, ältesten mehr begabten
Lehrer gewesen, was wird man mit mir machen? Doch halte ihn für einen rechtschaffenen
Mann, und wünsche ihm von Gott ein väterlich gesinntes Hertz gegen unsere
Zuhörer. Dieses habe zur Nachricht melden wollen, künfftig werde mich deßen
enthalten, weil ich gesehen, es ist nur übel ärger worden. Denn es wird schwehrlich
etwas angenommen werden. Um deswillen hielte ich für gut, wenn Herrn Boltzii
Stelle mit einem tüchtigern Subjecto besetzet würde, doch steigen mir dagegen
wieder mancher Gedancken auf, um deswillen solches Gott und unsern Väteren
in Europa überlaße.
Richtigkeit gehabt, so werde keinen andern Weg haben als den im Briefe gedachten
Wechsel auf des Herrn HofPredigers Namen zu stellen, und und unmittel-
bar an dieselben zu schicken, da Sie denn wol am leichtesten das Geld
für den Wechsel von der Soc[ietaet] bekommen werden. In dem Advis Briefe
will kürtzlich der Ursach davon gedencken.
Wenn ietzt Leute Briefe bringen wollen mit fortgeschickt zu werden, so
sage ihnen: es müße etwas dafür gezahlet werden, wir können es unsern
Freunden nicht zumuthen, daß sie das Post-Geld beständig zahlen sollen.
Sie sind auch willig dazu, und so möchte es wol gut seyn, wenn Sie könten
das Post Geld notiren, und uns einige Nachricht davon geben.
Es diente wol zu einer größern Erleichterung, wenn Herr Col[lege] Rabenhorst in oder
bey EbenEzer wohnete, er läßt auch seit dem Tode des Herrn Boltzii eine große
Neigung spühren zum hereinziehen, wenn er aber dabey zugleich damit umgehet
seine Plant[age] zu verkauffen, die Niemand an unserm Ort im Stande ist zu kauffen
und folglich in eines großen Neger Herrn Hände gerathen würde, davon
man für unsere arme Leute nichts gutes erwarten kan, wie die Erfahrung
schon gelehret, so ist es doch beßer er bleibet noch eine Weile wo er ist.
Im übrigen wolle mir Gott Weisheit geben mit ihm umzugehen und zurechte
rechte
Aergerniß vorgehen. Er ist ziemlich dreist gegen den ersten, ältesten mehr begabten
Lehrer gewesen, was wird man mit mir machen? Doch halte ihn für einen rechtschaffenen
Mann, und wünsche ihm von Gott ein väterlich gesinntes Hertz gegen unsere
Zuhörer. Dieses habe zur Nachricht melden wollen, künfftig werde mich deßen
enthalten, weil ich gesehen, es ist nur übel ärger worden. Denn es wird schwehrlich
etwas angenommen werden. Um deswillen hielte ich für gut, wenn Herrn Boltzii
Stelle mit einem tüchtigern Subjecto besetzet würde, doch steigen mir dagegen
wieder mancher Gedancken auf, um deswillen solches Gott und unsern Väteren
in Europa überlaße.