liebe Zuhörer ein gleiches zu thun; da der gütige Gott die Vorsorge an
uns erwiesen, daß uns manche erbauliche Bücher und Tractätlein von
Halle, Augspurg und Londen in diesen Winckel der Erden sind zugeschickt
worden, woran unsere Zuhörer mit Theil genommen, und ihnen noch alle-
zeit gern mitgetheilet werden, wenn man nur hoffen kan, daß vieleicht
ein Nutzen damit geschaffet werde; ja wir dienen auch andern im Lande
in solcher Hoffnung damit. Und haben auch mehrmal erfahren, daß
durch dieses Mittel hie und da was Gutes befördert worden.
Einige Seelen sind sehr begierig nach solcher geistlichen Speise, bey de-
nen also gedachte Büchlein wohl angelegt sind.
Gestern sprach ich mit einer solchen Heilsbegierigen Seele, die noch
nicht lange von Gott ergriffen und zu ihm gezogen ist, an deren
rechtschaffenen Wesen viel Freude und Erbauung hatte. Ich hörte
bey dieser Gelegenheit, daß der gnädige Gott einen vorhin rauhen
Mann dahin gebracht, daß er mit seinem gleichfals erweckten Weibe,
die vorher in großer Blindheit gesteckt, angefangen habe, seine
Knie vor dem HErrn zu beugen, welches von dem Weibe für eine große
Wohlthat für sie geachtet wird. Es sind in einer nicht langen Zeit
manche Seelen aufgewecket worden, und man merckt, daß Gott
kräfftig an unsern Zuhörern arbeitet; welches billig uns Lehrer
auch recht aufmuntern muß, uns der Seelen recht anzunehmen und
ihnen mit Wort und Exempel zustatten zu kommen, auch uns zu dem
Ende ein reiches Maaß des Heiligen Geistes ernstlich auszubitten, denn
ohne denselben kan man doch nichts ausrichten.
Zu Beförderung der Bekehrung bey unsern Zuhörern bedienet sich