Augspurg den 3. Jun. 1766
HochwohlEhrwürdige,
Theuerste AmtsBrüder in dem HErrn
Theuerste AmtsBrüder in dem HErrn
Just als mein letztes Schreiben von London nach EbenEzer ablief,
kam nach Briefen von Seiner Hochwürden dem Herrn Hofprediger
Ziegenhagen die betrübte Nachricht von EbenEzer, die das
zwar selige aber allzu frühe Abscheiden unsers l[ieben] nun in
Gott ruhenden Herrn Pastor Boltzius in sich enthielt. Nicht nur
in London, sondern auch in Halle und vorzüglich in Augspurg
war man über diese Nachricht in nicht weniger Betrübnis,
und sie trieb zu einem eifrigen Gebet, das man zu Gott schick-
te: Er wolle auf EbenEzer den Segen ruhen lassen, welchen
dieser treue Lehrer gewiß auch noch in seinem Streben auf
seine l[iebe] Gemeinde geleget, Er wolle die 2 noch lebende Lehrer
mit Kraft und Treue ausrüsten, Sich des Besten dieser Ge-
meinde aus allem ihren Vermögen anzunehmen, Er wolle das
Band der Liebe und Aufrichtigkeit unter ihnen zum Segen
der Gemeinde festbinden, Er wolle auch die hinterlassene
Frau Wittib samt ihren wertesten in America und Europa
befindlichen Kindern trösten und ihnen beystehen und helfen;
zumal aber auch zeigen, was zum Besten der Gemeinde und
Erleichterung der dortigen Lehrer bey der nun vacant ge-
wordenen Ersten Prediger Stelle daselbst vorzukehren.
Man hat hierauf mit London, Halle und vorzüglich mit
der Hochlöblichen Societät von Beförderung der Erkentniß
Christi correspondirt, und man ist einmüthig der Meinung
gewesen, daß ein neuer Herr Prediger nach EbenEzer geschickt
kam nach Briefen von Seiner Hochwürden dem Herrn Hofprediger
Ziegenhagen die betrübte Nachricht von EbenEzer, die das
zwar selige aber allzu frühe Abscheiden unsers l[ieben] nun in
Gott ruhenden Herrn Pastor Boltzius in sich enthielt. Nicht nur
in London, sondern auch in Halle und vorzüglich in Augspurg
war man über diese Nachricht in nicht weniger Betrübnis,
und sie trieb zu einem eifrigen Gebet, das man zu Gott schick-
te: Er wolle auf EbenEzer den Segen ruhen lassen, welchen
dieser treue Lehrer gewiß auch noch in seinem Streben auf
seine l[iebe] Gemeinde geleget, Er wolle die 2 noch lebende Lehrer
mit Kraft und Treue ausrüsten, Sich des Besten dieser Ge-
meinde aus allem ihren Vermögen anzunehmen, Er wolle das
Band der Liebe und Aufrichtigkeit unter ihnen zum Segen
der Gemeinde festbinden, Er wolle auch die hinterlassene
Frau Wittib samt ihren wertesten in America und Europa
befindlichen Kindern trösten und ihnen beystehen und helfen;
zumal aber auch zeigen, was zum Besten der Gemeinde und
Erleichterung der dortigen Lehrer bey der nun vacant ge-
wordenen Ersten Prediger Stelle daselbst vorzukehren.
Man hat hierauf mit London, Halle und vorzüglich mit
der Hochlöblichen Societät von Beförderung der Erkentniß
Christi correspondirt, und man ist einmüthig der Meinung
gewesen, daß ein neuer Herr Prediger nach EbenEzer geschickt
werden