Stande gekommen, was aber Ew. Hochwürden in dero werthen
Briefe vom 15 Nov., so wir ietzt empfangen haben,
von den teutschen Leuten u. einer Schule für ihre
Kinder schreiben, dienet mir zur neuen Ermunterung
neue Vorschläge deshalb zu thun, u. mich zu allen
guten Diensten dabey zu erbieten. Die meisten Leute
sind aus Zweybrück, u. bey ihren gottlosen Wesen
sehr steiff u. vest auf ihrer Religion u. alten Glau-
ben, daher sie nicht einmahl die ihnen angebotenen
A.b.c. Büchlein annehmen wolten. Sie setzen einen
Schweitzer zum Schulmeister, der nicht recht buchsta-
biren konnte, u. den Kindern aus einem alt-re-
formirten Buche ein solch Glaubens-Bekenntniß beybrach-
te, davor mir grauete, welches dieser Mann so wohl
als die Vorsteher der teutschen (sehr trotzige u. bos-
hafftige Leute) rechtfertigten. Von der Zeitan bekümmer-
te ich mich nicht mehr um dis Schul-Wesen, wel-
ches auch nicht im geringsten begehrt wurde: Der
Mann ist einige Zeit darauf gestorben, u. seit-
dem habe gewartet, ob jemand mich ansprechen
würde, ihnen zum Schulmeister zu helffen, es ist aber
nicht geschehen. Doch haben sie den elenden Zustand der
Alten u. Jungen, die ohne Lehrer u. Schulmeister seyn
musten, öffters beklaget, u. einige haben gebeten, daß
sie ihre Kinder in unsere Schule schicken dürffen, wo-
rin ich gern consentire, wenn erst Herr Gronau wie-
der zu Kräfften kommt, daß er Schule halten kan. Denn
mit dem alten Ortman ist wenig ausgerichtet, u.