Der wunderbahre u. gnädige Gott ließ mich bald darauf zu
meiner GlaubensStärckung u. unaussprechlichen Freude er-
fahren, daß er mich meines Wunsches, bald einen treu-
en u. rechtschaffenen Mitt-Arbeiter zu bekommen, eher gewehret
hat, als ich vermuthet, ja ehe ich erfahren, daß meine
Werthe Väter von dem Abschiede meines seeligen Collegen
zuverläßige Nachricht bekommen haben. Er ist ein recht lieber
Mann, der durch den Seegen Gottes im Guten recht
mercklich zunimmt, u. kan ich auch wol zum Preise
Gottes sagen, daß Ew. Hochwürden mit Saltz gewürtz-
tes u. zugleich liebliches Schreiben an Ihn vom 22 Dec.
1745 ein geseegnetes Mittel gewesen, viel Gutes an sei-
ner Seelen zu wircken, welches sich gar bald in s.
äußerlichen Leben geoffenbahret hat. Er weiß bis diese
Stunde nichts davon, daß ich gedachten Brieff in Copia
bekommen, auch hat er mir nichts daraus communicirt
oder erzehlt, daher weiß0 ich, daß sein Zunehmen
im Guten, seine Liebe zu mir u. der Gemeine, sein
unermüdeter Fleiß in Kirche u. Schule, seine gute Ord-
nung in geistlichen Ubungen, Studiren, Kinder-Zucht
u. Hauß-Wesen, aus einem guten Grunde geht, unge-
zwungen u. gewis ein Werck des H. Geistes ist. In
seinen Predigten u. Catechisationen wird er auch gar
meiner GlaubensStärckung u. unaussprechlichen Freude er-
fahren, daß er mich meines Wunsches, bald einen treu-
en u. rechtschaffenen Mitt-Arbeiter zu bekommen, eher gewehret
hat, als ich vermuthet, ja ehe ich erfahren, daß meine
Werthe Väter von dem Abschiede meines seeligen Collegen
zuverläßige Nachricht bekommen haben. Er ist ein recht lieber
Mann, der durch den Seegen Gottes im Guten recht
mercklich zunimmt, u. kan ich auch wol zum Preise
Gottes sagen, daß Ew. Hochwürden mit Saltz gewürtz-
tes u. zugleich liebliches Schreiben an Ihn vom 22 Dec.
1745 ein geseegnetes Mittel gewesen, viel Gutes an sei-
ner Seelen zu wircken, welches sich gar bald in s.
äußerlichen Leben geoffenbahret hat. Er weiß bis diese
Stunde nichts davon, daß ich gedachten Brieff in Copia
bekommen, auch hat er mir nichts daraus communicirt
oder erzehlt, daher weiß0 ich, daß sein Zunehmen
im Guten, seine Liebe zu mir u. der Gemeine, sein
unermüdeter Fleiß in Kirche u. Schule, seine gute Ord-
nung in geistlichen Ubungen, Studiren, Kinder-Zucht
u. Hauß-Wesen, aus einem guten Grunde geht, unge-
zwungen u. gewis ein Werck des H. Geistes ist. In
seinen Predigten u. Catechisationen wird er auch gar