und mit meiner geistigen Wiedergeburt, wo der höhere Friede mich zu
erleuchten begann, so innig zusammenfloß, sollte er etwas anders seyn als
göttlicher Ruf? Und wenn ich auch jetzt noch nicht stark und würdig genug
bin, kann Gott nicht auch in den Schwachen stark seyn? Oder sollte sein heiliger
Geist die Werkzeuge zu Ausführung seines Welt begückenden Planes nur
vor 18 Jahrhunderten haben kräftigen und würdig machen können? Sollte
er, verscheucht durch die übervernünftigen Syllogismen der durch sich selbst
erleuchteten Weisen unsers Jahrhunderts, zurückgekehrt seyn zu dem, von
welchem er ausgegangen war? - Er wirkt noch stets für die heilige Sache
Gottes, und er wird auch mir seine alles besiegende Kraft nicht versagen,
wenn ich erst würdig vorbereitet bin, sie zu fassen und ganz zu empfinden.
Meine Hoffnung auf den Seegen meiner geringen Arbeit ruht in dem,
der allein weiß sein Werk zu fördern durch Starke und Schwache.
erleuchten begann, so innig zusammenfloß, sollte er etwas anders seyn als
göttlicher Ruf? Und wenn ich auch jetzt noch nicht stark und würdig genug
bin, kann Gott nicht auch in den Schwachen stark seyn? Oder sollte sein heiliger
Geist die Werkzeuge zu Ausführung seines Welt begückenden Planes nur
vor 18 Jahrhunderten haben kräftigen und würdig machen können? Sollte
er, verscheucht durch die übervernünftigen Syllogismen der durch sich selbst
erleuchteten Weisen unsers Jahrhunderts, zurückgekehrt seyn zu dem, von
welchem er ausgegangen war? - Er wirkt noch stets für die heilige Sache
Gottes, und er wird auch mir seine alles besiegende Kraft nicht versagen,
wenn ich erst würdig vorbereitet bin, sie zu fassen und ganz zu empfinden.
Meine Hoffnung auf den Seegen meiner geringen Arbeit ruht in dem,
der allein weiß sein Werk zu fördern durch Starke und Schwache.
Aber nun, Innigst Verehrter Herr, bitte ich vor allen Sie um Rath
und Beystand. Ein jüngst gefundner, meinem Herzen sehr theurer
Freund, der warm u. lebendig für das höhere Leben entglüht ist, und in
dessen Nähe, die ich freylich nur Augenblicke lang genießen konnte, //mir// recht
wol wurde, wollte mich seinem Gönner, dem Herrn Baron von Kot-
witz in Berlin, einem herrlichen Manne, der nur für Jesu und sein
Reich lebt, empfehlen, in der festen Hoffnung, dieser werde mir
die Bahn zeigen, auf der ich dahin gelangen könne, wohin das Herz
in Gottes Geist mich treibe; Flotow (so ist sein Name) hat noch das Glück,
in der Nähe dieses seines hochverehrten u. innigst geliebten väterlichen
Freundes zu leben, und hätte mich recht gern auch diesen Glückes theil-
haftig gemacht; aber meine jetzigen Verhältnisse hinderten mich,
seiner liebevollen Aufforderung, vor allen nach Berlin zu kommen, zu folgen,
und das Herz trieb mich, zuerst bey Ihnen Rath u. Hülfe zu suchen.
Doch wird mich //Gott// auch diesen frommen Jesu Verehrer noch kennen lernen
lassen, und mir dadurch Gelegenheit verschaffen, mich immer mehr stär-
ken zu können in der Ueberzeugung, daß sein Geist noch viele erwärme
u. erleuchte. - Nur würdigen Sie mich zuerst Ihres Rathes. Das letzte
66. Stück Ihrer Neuen Geschichte der evangelischen Missionsanstalten
hat mich mit dem unersetzlichen Verluste zwey der würdigsten Mitglie-
der der Ostindischen Mission, des Herrn D. John und des Herrn Jacobi,
bekannt gemacht, u. mich unwiderstehlich getrieben, die Ausführung meines
Freund, der warm u. lebendig für das höhere Leben entglüht ist, und in
dessen Nähe, die ich freylich nur Augenblicke lang genießen konnte, //mir// recht
wol wurde, wollte mich seinem Gönner, dem Herrn Baron von Kot-
witz in Berlin, einem herrlichen Manne, der nur für Jesu und sein
Reich lebt, empfehlen, in der festen Hoffnung, dieser werde mir
die Bahn zeigen, auf der ich dahin gelangen könne, wohin das Herz
in Gottes Geist mich treibe; Flotow (so ist sein Name) hat noch das Glück,
in der Nähe dieses seines hochverehrten u. innigst geliebten väterlichen
Freundes zu leben, und hätte mich recht gern auch diesen Glückes theil-
haftig gemacht; aber meine jetzigen Verhältnisse hinderten mich,
seiner liebevollen Aufforderung, vor allen nach Berlin zu kommen, zu folgen,
und das Herz trieb mich, zuerst bey Ihnen Rath u. Hülfe zu suchen.
Doch wird mich //Gott// auch diesen frommen Jesu Verehrer noch kennen lernen
lassen, und mir dadurch Gelegenheit verschaffen, mich immer mehr stär-
ken zu können in der Ueberzeugung, daß sein Geist noch viele erwärme
u. erleuchte. - Nur würdigen Sie mich zuerst Ihres Rathes. Das letzte
66. Stück Ihrer Neuen Geschichte der evangelischen Missionsanstalten
hat mich mit dem unersetzlichen Verluste zwey der würdigsten Mitglie-
der der Ostindischen Mission, des Herrn D. John und des Herrn Jacobi,
bekannt gemacht, u. mich unwiderstehlich getrieben, die Ausführung meines