Zeit verfert ausgefertiget, da man im Begriff gewesen,
einen wichtigen Beruf anzutreten. Aber eben dieses nemlich
b.) den Fleiß und //die// gehörige Application, so bey Auf-
setzung des setzung dieses Diarii hätte angewandt werden sollen,
desiderire ich dabey am meisten :indem //denn// aus dem Irrthum
in Ansetzung des Tages Ihrer Abreise //welcher gantze 10. Tage zu weit
hinaus gesetztund ist gewesen// und noch mehr //aus// dem
beygesetzten P. S. //darinnen Sie solchen errorem agnosciren
wie auch der gantzen Beschaffenheit des Aufsatzes// ist zu sehen, daß
Sie auf der Reise kein ordentlich Diarium geführet sondern nur zu Gosport
bey bevorstehender Abreise //was Sie sich von Ihrer Reise erinnert//solches
in ziemlicher Übereilung entworfen : //da es doch Ihre Schuldigkeit gewesen
wäre, auf der Reise alles ordentlich zu notiren und bey Ihrem Aufenthalt zu
Londen das Diarium bis auf Ihre Abreise von da in Ordnung zu bringen und
dem Herrn HofPrediger zu überreichen, sodann //zu//von Gosport die Fortsetzung
bis zur wircklichen Absegelung zu verfertigen. Welche Unterlassung und //welcher
Nachläßigkeit //aber// um so viel grösser ist, als Sie befürchten müssen,daß sich den wenn ein
solches Diarium, nach der bisherigen Gewohnheit gedruckt sich //durch einen so tumultuarie
gemachten Aufsatz//werden möchte//vor// den Gönnern und Freunden //in Teutschland//sich//
von Ebenezer Ihrer Blosse zum Schaden Ebenezers zu viel zu zeigen ins Blosse
zu stellen. //Ihre Schwäche zu offenbaren und //zumal// wenn
es der Gewohnheit nach gar //hätte// sollen ge-
druckt werden. Wozu es jedoch nun
nicht zu brauchen ist. Es bestäti-
get aberdie Nachlässigkeit dieses al-
les //das// was ich schon sonst an Ihnen observi-
ret habe, nehmlich immer zu grosse Gleichgül-
tigkeit, da man denckt, es seye dis und jenes
schon gut genug, oder man wolle es schon noch
mit leichter Mühe gut genug machen.//
Wenn Sie //nun demSie dem//aber Herrn Pastor Bolzio zur Hülfe
seyn wollen, so müssen Sie sich zu mehrer Sorgfältig-
keit //in Ihren gantzen Verrichtungen und zu einer
mehrernund // Accuratesse //wie überhaupt also auch// absonderlich auch im Briefschreiben
und äußern Besorgungenangewöhnen und da Sie zumalen
daß Sie keine Übung in dergleichen Aufsätzen haben,
kann man Ihnen nicht verdencken, daher Sie aber desto
mehr Fleiß //daran//aufwenden mit //auch// sich die Zeit nehmen müssen,
alles erstlich //mit Bedacht// zu concipiren,und welches denn allemal
dem Herrn Pastor Bolzio erst zum Durchsehen gegeben werden
// und nichts ohne demselben gezeigt zu haben abgesendet werden //
muß,ehe Sie es ins reine schreiben, wodurch sie denn //zugleich// von
seiner Gabederinnen vieles lernen werden, damit Sie auch
mit der Zeit //darinnen mehrere Übung erlangen und unter andernauch//
das Diarium in dessen Abwesenheit fortführen,können auch ihm sonst zur Erleichterung in
dem was zu schreiben ist werden können.
c.) Von solcher Ubereilung kommt es denn auch her,
daß das Diariumnicht nur gar zu kurtz und zu mager
gerathen ist,
//Und trage so daß ich also Bedencken trage,
so wohl dieses Diarium als den
Brief an den Herrn Senior demselben zu-
zuschicken um Ihrer bey demselben zu
schonen und mich wegen Ihrer Erwäh-
lung nichtzu einer Ubereilung
verdächtig zu machen. Denn das
Diarium ist, außer andern Män-
geln, so trocken,
so daß ein Lehrer //man// nichts als die Umstände der
Zeit, des Wetters etc. von ihrer Reise darinnen findet,
dahingegen diejenige Umstände, so absonderlich den christlichen
Leser vergnügen //und erquicken// könnten, fehlen. Dahin gehöret was der HErr
gantzer 7. Wochen lang bey Ihrem Aufenthalt in Londen
an Ihnen gethan, //wie Sie Ihre Zeit zugebracht,// was Sie vor Erquickung und Gutes im
innern und äußern //und was Sie für heilsamen Unterricht// daselbst genossen, was Ihre Weyde
aus
Gottes Wort, so wohl auf der Reise als währendem Aufent-
halt in Engeland, gewesen und dergleichenIhre davon alle Mis-
sionarien recht umständlich geschrieben.
d.) Dieser Eilfertigkeit schreibe ich auch zu, daß Siedes
//des//lieben Herrn Albini, der sich Ihrer so hertzlich angenommen und so vie-
le Mühe mit Ihnen gehabt, mit keinem Worte gedacht
// so daß man daraus schließen solte,
es habe Ihnen Niemand Liebe er-
zeiget, als Herr Pastor Pittius und Herr
HofPrediger Butjenter; wie auch daß Sie //und
einen wichtigen Beruf anzutreten. Aber eben dieses nemlich
b.) den Fleiß und //die// gehörige Application, so bey Auf-
desiderire ich dabey am meisten :
in Ansetzung des Tages Ihrer Abreise //welcher gantze 10. Tage zu weit
hinaus gesetzt
beygesetzten P. S. //darinnen Sie solchen errorem agnosciren
wie auch der gantzen Beschaffenheit des Aufsatzes// ist zu sehen, daß
Sie auf der Reise kein ordentlich Diarium geführet sondern nur zu Gosport
bey bevorstehender Abreise //was Sie sich von Ihrer Reise erinnert//
in ziemlicher Übereilung entworfen : //da es doch Ihre Schuldigkeit gewesen
wäre, auf der Reise alles ordentlich zu notiren und bey Ihrem Aufenthalt zu
Londen das Diarium bis auf Ihre Abreise von da in Ordnung zu bringen und
dem Herrn HofPrediger zu überreichen, sodann //zu//
bis zur wircklichen Absegelung zu verfertigen. Welche Unterlassung und //
Nachläßigkeit //aber// um so viel grösser ist, als Sie befürchten müssen,
gemachten Aufsatz//
zu stellen
es der Gewohnheit nach gar //hätte// sollen ge-
druckt werden. Wozu es jedoch nun
nicht zu brauchen ist. Es bestäti-
get aber
les
ret habe, nehmlich immer zu grosse Gleichgül-
tigkeit, da man denckt, es seye dis und jenes
schon gut genug, oder man wolle es schon noch
mit leichter Mühe gut genug machen.//
Wenn Sie //nun dem
seyn wollen, so müssen Sie sich zu mehrer Sorgfältig-
keit //in Ihren gantzen Verrichtungen und zu einer
mehrern
und äußern Besorgungen
mehr Fleiß //daran//
alles erstlich //mit Bedacht// zu concipiren,
dem Herrn Pastor Bolzio erst zum Durchsehen gegeben werden
// und nichts ohne demselben gezeigt zu haben abgesendet werden //
muß,
seiner Gabe
mit der Zeit //darinnen mehrere Übung erlangen und unter andern
das Diarium in dessen Abwesenheit fortführen,
dem was zu schreiben ist werden können.
c.) Von solcher Ubereilung kommt es denn auch her,
daß das Diarium
gerathen ist,
//
so wohl dieses Diarium als den
Brief an den Herrn Senior demselben zu-
zuschicken um Ihrer bey demselben zu
schonen und mich wegen Ihrer Erwäh-
lung nicht
verdächtig zu machen. Denn das
Diarium ist, außer andern Män-
geln, so trocken,
Zeit, des Wetters etc. von ihrer Reise darinnen findet,
dahingegen diejenige Umstände, so absonderlich den christlichen
Leser vergnügen //und erquicken// könnten, fehlen. Dahin gehöret was der HErr
gantzer 7. Wochen lang bey Ihrem Aufenthalt in Londen
an Ihnen gethan, //wie Sie Ihre Zeit zugebracht,// was Sie vor Erquickung und Gutes im
innern und äußern //und was Sie für heilsamen Unterricht// daselbst genossen, was Ihre Weyde
aus
Gottes Wort, so wohl auf der Reise als währendem Aufent-
halt in Engeland, gewesen und dergleichen
sionarien recht umständlich geschrieben.
d.) Dieser Eilfertigkeit schreibe ich auch zu, daß Sie
//des//
le Mühe mit Ihnen gehabt, mit keinem Worte gedacht
// so daß man daraus schließen solte,
es habe Ihnen Niemand Liebe er-
zeiget, als Herr Pastor Pittius und Herr
HofPrediger Butjenter; wie auch daß Sie //