Was die Leute vorher willkührlich gegeben, war doch gar zu wenig, etwas damit auszu-
richten, und was nur billige Leute sind von frembden und einheimischen machen gegen die
gedachte Einrichtung keine Schwierigkeit, daher glauben wir, daß sie von den Lehrern
mit guten Gewißen approbirt werden könne. Die Mühlen sind wol für die Leute
eine große Wohlthat, daß sie ihre Früchte können gemahlt bekommen, aber so viel
tragen sie nicht ein, daß daher ein namhafftes genommen werden könne; das macht,
weil das Bauen hier sehr viel kostet und das Holtzwerck bald faul wird.
Was nun aber per Subscriptionem zusammen kommen möchte, reichet doch noch bey
weiten nicht hin, wenn etwas erhebliches zu machen wäre, doch das empfehlen wir
Gott. Der HErr gebe in allen Dingen Weisheit!
Jetzo nahet das fröliche WeynachtsFest herbey, Gott gebe! daß wir uns alle zu
deßen gesegneten Feyrung laßen recht zubereiten, und mache unsere Hertzen voll
von der Erkentniß des Heilandes der Welt. Und da denn auch das Ende des
alten Jahres herbey eilet, so erlauben Euer Hochwürden, Denenselben den
allerkräfftigsten und gewißen Trost der Kinder Gottes zum neuen Jahr in Auf-
richtigkeit des Hertzens anzuwünschen, welchen ich am vergangenen Sonntage
über Ps. 56, 10–12 durch göttliche Gnade vorgetragen habe, und vornehmlich
darinn bestehet, daß Gott ihr (der Kinder Gottes) Gott ist, mit ihnen und für
sie ist folglich ihr Freund ist, und daß er sie solches auch inne werden läßet.
Dieser Trost gründet sich auf unsern im Fleisch erschienenen Immanuel. Wie
könte Gott selbst einen größern Trost seinen Kindern in seinem Worte anweisen,
als eben diesen, daher ist auch die heilige Schrifft so voll davon. Und was sollen
Kinder Gottes beym Antritt eines neuen Jahres fürchten, da sie dieses Trostes
theilhafftig worden, und davon eine süße und erquickende Erfahrung haben?
Eure Hochwürden bitte, was ich hier in Einfalt gewünschet habe in Liebe auf-
zunehmen, der ich in tieffer Hochachtung verharre
richten, und was nur billige Leute sind von frembden und einheimischen machen gegen die
gedachte Einrichtung keine Schwierigkeit, daher glauben wir, daß sie von den Lehrern
mit guten Gewißen approbirt werden könne. Die Mühlen sind wol für die Leute
eine große Wohlthat, daß sie ihre Früchte können gemahlt bekommen, aber so viel
tragen sie nicht ein, daß daher ein namhafftes genommen werden könne; das macht,
weil das Bauen hier sehr viel kostet und das Holtzwerck bald faul wird.
Was nun aber per Subscriptionem zusammen kommen möchte, reichet doch noch bey
weiten nicht hin, wenn etwas erhebliches zu machen wäre, doch das empfehlen wir
Gott. Der HErr gebe in allen Dingen Weisheit!
Jetzo nahet das fröliche WeynachtsFest herbey, Gott gebe! daß wir uns alle zu
deßen gesegneten Feyrung laßen recht zubereiten, und mache unsere Hertzen voll
von der Erkentniß des Heilandes der Welt. Und da denn auch das Ende des
alten Jahres herbey eilet, so erlauben Euer Hochwürden, Denenselben den
allerkräfftigsten und gewißen Trost der Kinder Gottes zum neuen Jahr in Auf-
richtigkeit des Hertzens anzuwünschen, welchen ich am vergangenen Sonntage
über Ps. 56, 10–12 durch göttliche Gnade vorgetragen habe, und vornehmlich
darinn bestehet, daß Gott ihr (der Kinder Gottes) Gott ist, mit ihnen und für
sie ist folglich ihr Freund ist, und daß er sie solches auch inne werden läßet.
Dieser Trost gründet sich auf unsern im Fleisch erschienenen Immanuel. Wie
könte Gott selbst einen größern Trost seinen Kindern in seinem Worte anweisen,
als eben diesen, daher ist auch die heilige Schrifft so voll davon. Und was sollen
Kinder Gottes beym Antritt eines neuen Jahres fürchten, da sie dieses Trostes
theilhafftig worden, und davon eine süße und erquickende Erfahrung haben?
Eure Hochwürden bitte, was ich hier in Einfalt gewünschet habe in Liebe auf-
zunehmen, der ich in tieffer Hochachtung verharre
Euer HochwürdenMeines im HErrn innigstgeliebten undTheuersten Doctoris
gehorsamst ergebenster
H. Heinrich Lemcke