Es offenbahret der barmhertzige Gott noch solche Proben seiner
gnädigen Vorsorge über uns, daraus wir zur Gnüge und mit
vieler Freude und Lob Gottes erekennen können, daß derselbe in
Gnaden an sein EbenEzerisches Häufflein gedencke. Wir
haben daher sonderlich auch ietzo bey dem angetretenen neuen Jahr
viele ia unzehlbahre Ursachen gehabt uns zum Lobe Gottes zu erwecken
und mit einander seinen Namen zu rühmen. Mein Vermögen ist
viel zu schwach die Wercke und Wohlthaten so Gott an mir den
allerelendesten und an uns allen gethan genungsam zu rühmen,
wobey aber nicht allein Materie des Lobes Gottes finde sondern
auch mannigfaltige Ursach mich zu demüthigen, indem nicht nur
göttliche Güte sondern auch unaussprechliche Geduld an mir sich
bisher offenbahret hat. Ach! welch Unvermögen drücket mich
dieser Gemeine so wol jungen als alten vorzustehen; aber
Gott lob! daß ichs fühle sonst möchten manche mit mir verlohren
gehen, nun aber dienet mir dieses Gefühl zu vielen Guten, und
bekümmere ich mich daher auch desto mehr in rechter Ordnung
meine Seele und Gewißen rein zu haben und zu behalten.
Es finden sich unter uns wahrhafftig lebendige und erweckte
Seelen, die sichs auch zum Theil laßen einen großen Ernst
seyn, seelig zu werden; aber auch noch Todte; ich elender
darff Euer Hochwürden nicht schreiben, was dazu erfordert
wird an diesen 3 Arten das zu thun, damit man mit
gnädigen Vorsorge über uns, daraus wir zur Gnüge und mit
vieler Freude und Lob Gottes erekennen können, daß derselbe in
Gnaden an sein EbenEzerisches Häufflein gedencke. Wir
haben daher sonderlich auch ietzo bey dem angetretenen neuen Jahr
viele ia unzehlbahre Ursachen gehabt uns zum Lobe Gottes zu erwecken
und mit einander seinen Namen zu rühmen. Mein Vermögen ist
viel zu schwach die Wercke und Wohlthaten so Gott an mir den
allerelendesten und an uns allen gethan genungsam zu rühmen,
wobey aber nicht allein Materie des Lobes Gottes finde sondern
auch mannigfaltige Ursach mich zu demüthigen, indem nicht nur
göttliche Güte sondern auch unaussprechliche Geduld an mir sich
bisher offenbahret hat. Ach! welch Unvermögen drücket mich
dieser Gemeine so wol jungen als alten vorzustehen; aber
Gott lob! daß ichs fühle sonst möchten manche mit mir verlohren
gehen, nun aber dienet mir dieses Gefühl zu vielen Guten, und
bekümmere ich mich daher auch desto mehr in rechter Ordnung
meine Seele und Gewißen rein zu haben und zu behalten.
Es finden sich unter uns wahrhafftig lebendige und erweckte
Seelen, die sichs auch zum Theil laßen einen großen Ernst
seyn, seelig zu werden; aber auch noch Todte; ich elender
darff Euer Hochwürden nicht schreiben, was dazu erfordert
wird an diesen 3 Arten das zu thun, damit man mit