fallen möchte, und //auch// nöthig wäre. Mein Ersuchen wäre von in
//Absicht// dieser //Sache// noch dieses, daß doch selbige vornehmlich nicht in Druck
möchte kommen, da auch solcher bey Leuten die um die Art des
Antrags meines Berufs und der Umstände in EbenEzer
nicht wißen wohl pflegt keinen Nutzen haben möchten.
Weil ich denn nun eine Hülffe in Gebet bekommen habe, so wollen
wir den lieben Gott um so viel eifriger anliegen in denselben
und fürnehmlich Euer Hochwürden dem lieben unsern Gott //ohn Unterlaß// ans Hertze legen,
wir haben hierin nebst den lieben Herrn Boltzius einen Sinn, und unsere
Hertzen sind in Christo zu einem Zweck mit ein ander ver-
bunden, gelobet sey Gott für solche große Gnade. Der
gute Gott wolle unser Verlangen erhören, und Euer Hochwürden
eines reichen Maaßes des heiligen Geistes ohn unterlaß gewehren
zu Dero Trost, Stärcke und Freude, mit welchen Wunsch
in aller kindlichen Hochachtung verharre
 
Eurer Hochwürden
Meines theuren Herrn Doctoris
EbenEzer den 13 May
1746.
zu Gebet und
Gehorsam verbund[ener]
Her. Heinrich [Lemcke]
 
NB. einen solchen guten Brief als dieser ist, habe
ich von Herrn L. nicht gelesen. Dahero hoffe zu
versichtlich daß seine getroffene Heyrath ihm zum Seegen gere[ichen]
werde.1

  1. Anmerkung von Friedrich Michael Ziegenhagen.