guter Zuversicht zu preisen, da uns von seiner gnädigen Obhut über die Seinigen,
von seiner großen Treue und unendlichen Barmhertzigkeit manches kund worden.
Euer Hochwürden hat der HErr unter schwehren Prüfungen kräfftig gestärcket
und Sie erlauben mir zu sagen, daß mir solches eine heilsame und süße
Erquickung für meine Seele gegeben und zum Lobe Gottes erwecket hat.
Wenn uns der HErr nach seiner hochberühmten Barmhertzigkeit wolte bald
wieder einiger angenehmen Nachrichten von unsern lieben Halle würdigen,
so wolten wir uns zu seinem Ehren darüber freuen.
Es hat es unsere Colonie und insonderheit unser liebes EbenEzer auch wol
Niemanden als der gnädigen Obhut Gottes zu dancken, daß es bisher be-
schützet, und dem Wut der Feinde nicht ausgesetzt gewesen ist : es scheinet,
die wunderbare Regierung Gottes habe dazu (wie ich auch bisweilen von
andern gehöret habe) den Mangel großer und vester Städte, den
Mangel der Einwohner, daher der gröste Theil des Landes noch ein
wilder Wald ist, und den Mangel des Vorraths an allerley leiblichen
Dingen, wornach die Menschen zu trachten pflegen, dienen laßen, auf
solche Weise wäre unsere Armuth uns zu dieser KriegesZeit eine
große Wohlthat gewesen.
Seit dem vorigen Jahr aber sind die Indianer unruhig worden, haben
auch verschiedene weiße Leute getödtet, und wir sind also von dieser
Seite in Ungewißheit, ob nicht der heilige Gott etwas überuns verhän-
gen möchte. Was die Ursach deßen ist, will ich eben nicht weitläufftig
anführen; es heist auch hier: Die Sünde ist der Leute Verderben. Und
insonderheit: der Geitz ist eine Wurtzel alles Ubels. Ließe man
den armen Heiden das ihrige, da Platz gnung für die annoch schwache
Anzahl der Einwohner da ist, so würden sie wol keine Ursache unru-
hig zu werden haben. Es giebt aber Leute, die nicht gern arbeiten und
doch gut leben wollen, so gehen sie denn in der Indianer Gegenden,
schießen ihnen ihr wildes Vieh nieder, wovon diese Heiden ihre Nahrung
haben, und setzen sich auch wol auf ein ihnen noch zugehöriges Land.
von seiner großen Treue und unendlichen Barmhertzigkeit manches kund worden.
Euer Hochwürden hat der HErr unter schwehren Prüfungen kräfftig gestärcket
und Sie erlauben mir zu sagen, daß mir solches eine heilsame und süße
Erquickung für meine Seele gegeben und zum Lobe Gottes erwecket hat.
Wenn uns der HErr nach seiner hochberühmten Barmhertzigkeit wolte bald
wieder einiger angenehmen Nachrichten von unsern lieben Halle würdigen,
so wolten wir uns zu seinem Ehren darüber freuen.
Es hat es unsere Colonie und insonderheit unser liebes EbenEzer auch wol
Niemanden als der gnädigen Obhut Gottes zu dancken, daß es bisher be-
schützet, und dem Wut der Feinde nicht ausgesetzt gewesen ist : es scheinet,
die wunderbare Regierung Gottes habe dazu (wie ich auch bisweilen von
andern gehöret habe) den Mangel großer und vester Städte, den
Mangel der Einwohner, daher der gröste Theil des Landes noch ein
wilder Wald ist, und den Mangel des Vorraths an allerley leiblichen
Dingen, wornach die Menschen zu trachten pflegen, dienen laßen, auf
solche Weise wäre unsere Armuth uns zu dieser KriegesZeit eine
große Wohlthat gewesen.
Seit dem vorigen Jahr aber sind die Indianer unruhig worden, haben
auch verschiedene weiße Leute getödtet, und wir sind also von dieser
Seite in Ungewißheit, ob nicht der heilige Gott etwas über
gen möchte. Was die Ursach deßen ist, will ich eben nicht weitläufftig
anführen; es heist auch hier: Die Sünde ist der Leute Verderben. Und
insonderheit: der Geitz ist eine Wurtzel alles Ubels. Ließe man
den armen Heiden das ihrige, da Platz gnung für die annoch schwache
Anzahl der Einwohner da ist, so würden sie wol keine Ursache unru-
hig zu werden haben. Es giebt aber Leute, die nicht gern arbeiten und
doch gut leben wollen, so gehen sie denn in der Indianer Gegenden,
schießen ihnen ihr wildes Vieh nieder, wovon diese Heiden ihre Nahrung
haben, und setzen sich auch wol auf ein ihnen noch zugehöriges Land.