Gott zu läßt. Es müste doch von nun an das liebe
Waysenhauß u. gantz Halle ein rechtes Lobe-Thal
seyn, den großen Gott, der große Dienge thut an allen
Enden, mit Hertz, Mund u. Wandel zu preisen, so
wird er mit s. Hülffe und Seegen ferner da seyn,
u. Großen u. Kleinen sein Heil zeigen.
Für die Relation von 1745, wie auch für die ge-
druckte Nachricht von dem geseegneten Fortgange des Werck
Gottes in Ost-Indien, dancke sehr freundlich, mein
Hertz hat viele Erbauung u. Aufmunterung daraus
auch viel materie zur Fürbitte u. Lobes Gottes.
Es wird mir alles in Halle u. im Waysen-
Hause wieder neu u. lebendig, wenn ich solche
Relationen lesen, u. mein Hertz wird recht
sanfftiglich u. kräfftig gezogen, mich mit den dor-
tigen treuen Arbeitern im Geist zu einem Zweck
zu verbinden, Ihnen in Ihrem Eiffer und Treue
bey Ihrem Amte durch die Gnade meines lieben
Heylandes immer beßer nach zu kommen, u. mich durch
eben dieselbige Gnade, wie Sie zur willigen und freudigen
Übernehmung des Creutzes unsers Immanuels, tüchtig
machen zu laßen. Was von dem lieben Herrn To-
dorsky, den ich gar wohl gekandt, des gleichen von
den Griechichen nach Halle gekommenen Priestern in der