Vorsatzes zu beschleunigen; es fehlt an Arbeitern, und des Herrn Erndte
ist so groß, wie die würdigen, herrlichen Männer schreiben, die Gott bis-
jetzt für sein Werk erhalten und mit Kraft geseegnet hat; ihr Leben und
Wirken in dem Herrn u. für ihn hat mich außerordentlich gestärkt und
mit dem heißesten Wunsche erfüllt, auch so zu leben und zu wirken nach
unsers Heilandes Vorbild wie sie. Sie sind Direktor eines Missionssemi-
nariums, das schon viele zu diesem heiligen Werke vorbereitete, und
haben neuerlich wieder den Auftrag erhalten, einige Missionäre
abzusenden; könnte es vielleicht nicht auch mir vergönnt seyn, in dieser
Anstalt unter Ihrer Leitung mich zuzubereiten? Erfüllen Sie meine
sehnlichste Bitte, übersehen Sie das Unbescheidne meiner Dreistigkeit, und
beachten bloß das innere Bedürfniß, das mich unwiderstehlich trieb, Sie mir
zum väterlichen Rathgeber zu wählen; beglücken Sie mich mit nur wenig
Zeilen, wenn es Ihre Zeit, Ihre Geschäfte erlauben, u. ertheilen mir
gütigst Nachricht, ob ich hoffen könne, meinen Wunsch erfüllt zu sehen, Frey-
lich muß ich nur allzu sehr befürchten, wie andere, deren Erwähnung in der
Vorrede des letzten Stückes Ihrer Neuern Missionsgeschichte //geschah//, nicht würdig
u. fähig erfunden zu werden; es fehlt mir noch unendlich viel, eines was
als Mittel vor allen Noth thut, die Kenntniß der Englischen Sprache;
aber sollte es nicht möglich seyn, diesem Mangel bey dem möglichen Kraft-
aufwand abhelfen zu können? Andere Europäischen Sprachen z. B. die
Portugiesische würde mir weniger Schwierigkeiten machen, da ich mich
einigermaßen mit der Französischen und Italiänischen beschäftiget
habe. Schmid, den ich noch in Jena persönlich kannte, und den ich in Ihrer
Schrift genannt zu finden mich unendlich freute, gieng so gleich nach England
vermuthlich schon ausgerüstet mit der Kenntniß der Englischen Sprache;
mein Weg würde mich vermuthlich auch erst dahin führen, und da könnte ich
ja wol das Fehlende dann noch ergänzen. - Aber unter welchen Bedingun-
gen könnte nun diese Vorbereitung geschehen? Leider! muß ich für be-
sonders das Irdischhe berücksichtigen; die Verhältnisse meines väterlichen
Hauses lassen mich hier wenig Unterstützung hoffen. Und sollte ich aus
diesem Grunde meinen Vorsatz aufgeben, u. als einen schönen Traum
vergessen müssen? Alles nur dies nicht! - Vielleicht, und dies muß
Ihnen bey einer so wichtigen Angelegenheit Ihre Gewissenhaftigkeit zur
Pflicht machen, wünschen und verlangen Sie, mich erst kennen zu lernen
ist so groß, wie die würdigen, herrlichen Männer schreiben, die Gott bis-
jetzt für sein Werk erhalten und mit Kraft geseegnet hat; ihr Leben und
Wirken in dem Herrn u. für ihn hat mich außerordentlich gestärkt und
mit dem heißesten Wunsche erfüllt, auch so zu leben und zu wirken nach
unsers Heilandes Vorbild wie sie. Sie sind Direktor eines Missionssemi-
nariums, das schon viele zu diesem heiligen Werke vorbereitete, und
haben neuerlich wieder den Auftrag erhalten, einige Missionäre
abzusenden; könnte es vielleicht nicht auch mir vergönnt seyn, in dieser
Anstalt unter Ihrer Leitung mich zuzubereiten? Erfüllen Sie meine
sehnlichste Bitte, übersehen Sie das Unbescheidne meiner Dreistigkeit, und
beachten bloß das innere Bedürfniß, das mich unwiderstehlich trieb, Sie mir
zum väterlichen Rathgeber zu wählen; beglücken Sie mich mit nur wenig
Zeilen, wenn es Ihre Zeit, Ihre Geschäfte erlauben, u. ertheilen mir
gütigst Nachricht, ob ich hoffen könne, meinen Wunsch erfüllt zu sehen, Frey-
lich muß ich nur allzu sehr befürchten, wie andere, deren Erwähnung in der
Vorrede des letzten Stückes Ihrer Neuern Missionsgeschichte //geschah//, nicht würdig
u. fähig erfunden zu werden; es fehlt mir noch unendlich viel, eines was
als Mittel vor allen Noth thut, die Kenntniß der Englischen Sprache;
aber sollte es nicht möglich seyn, diesem Mangel bey dem möglichen Kraft-
aufwand abhelfen zu können? Andere Europäischen Sprachen z. B. die
Portugiesische würde mir weniger Schwierigkeiten machen, da ich mich
einigermaßen mit der Französischen und Italiänischen beschäftiget
habe. Schmid, den ich noch in Jena persönlich kannte, und den ich in Ihrer
Schrift genannt zu finden mich unendlich freute, gieng so gleich nach England
vermuthlich schon ausgerüstet mit der Kenntniß der Englischen Sprache;
mein Weg würde mich vermuthlich auch erst dahin führen, und da könnte ich
ja wol das Fehlende dann noch ergänzen. - Aber unter welchen Bedingun-
gen könnte nun diese Vorbereitung geschehen? Leider! muß ich für be-
sonders das Irdischhe berücksichtigen; die Verhältnisse meines väterlichen
Hauses lassen mich hier wenig Unterstützung hoffen. Und sollte ich aus
diesem Grunde meinen Vorsatz aufgeben, u. als einen schönen Traum
vergessen müssen? Alles nur dies nicht! - Vielleicht, und dies muß
Ihnen bey einer so wichtigen Angelegenheit Ihre Gewissenhaftigkeit zur
Pflicht machen, wünschen und verlangen Sie, mich erst kennen zu lernen