Es ist //Ubrigens ist noch von
vorgedachter vocation
zu gedencken, daß ihm sehr bedencklich vorkommen, daß
er in einer Nacht zween Träume
hatte. Erstlich kam ihm vor, als hätte
er vor sich stehen ein Gefäß mit
Erdfrüchten, u. ward ihm dabey gesaget,
er solte nur die reiffesten daraus le-
sen. Darauf kam ihm vor als würde
ihm ein Gefäß mit Oel gegeben,
wo da sagte er: es ist unrein. Es ward
ihm aber gesaget, er solte seine Zähne
damit reinigen. Da erwachte er, u. fand
sich in seinem Gemüthe bekümmert, u.
bat Gott, wenns etwas wäre, das ihm
dadurch solte zu erkennen gegeben werden,
so möchte ers ihm deutlicher zu erkennen
geben, weil er dies nicht verstünde.
Da schlief er bald wieder ein, u. ihm
träumete, als wäre er zu Leipzig,
und wäre etwas angeschlagen, und
zwar an dem pult, welches er
auf pellere (austreiben) deutete.
Er war aber als bey dem so genannten
schwartzen Bret zu Leipzig, u. fand einen
bey sich stehen, namens Fulde //Vulde//, Stud.
Theol., der ihm seine collegia mannig-
mal angeschlagen, //welcher nachhero Superin-
tendens zu Meiningen Wa-
sungen in dem Meiningischen
geworden ist.// Zu dem sagte er:
Ich will auch wieder anschlagen. Es
ist wol gut, sagete er, aber es sind
Leute von Erffurt da, die wolten ihn
hören. Er sagete antwortete: Kennen
sie mich denn? Nein, antwortete er
ihm, aber sie haben von ihm gehöret.
Hierauf erwachte er, u. wuste so
wenig, was er aus diesem, als was
er aus dem ersteren Traum machen
solte; Würde sich auch daran weiter nicht