gekehret haben, wenn nicht nach
dem er früh aufgestanden, Briefe
von Leipzig an ihn kommen, die ge-
meldet, daß alda am schwartzen
Bret, am Rathhause u. Amthause
die Collegia pietatis angeschlagen u.
verboten wären; da Er doch noch
nicht an den Traum gedachte. Aber
an eben dem Tage kamen nach-
mittag //vorgedachte// Briefe von Erffurt an ihn,
darin er vor der Augustiner
Gemeine zu Ablegung einer Gast-
Predigt wegen vacant-gewordener
Diaconat-Stelle eingeladen ward.
Hier fiel ihm nun sein Traum,
den Er von Leipzig u. den Leuten
von Erffurt gehabt, ein, u. konte
es nunmehr nicht wohl für einen
bloßen Traum halten, der nichts be-
deutet hätte. Doch bauete er darauf
nicht, sondern wandte sich zum
Gebet, u. bat Gott um Erkenntnis
seines Willens, damit er wisse,
was er auf die Ber//ie// vocation
zur Gast-Predigt antworten solte;
und da war dann in seinem
Hertzen der Schluß, er wolte, weil gar
nichts wäre, daß ihn an der Reise hin-
dern könte, in Einfältigkeit des Hertzens
dahin reisen, u. sehen, wie Gott alles
weiter fügte, u. auf den Brief ant-
worten, //wie ietzt gedacht ist,// daß Er kommen wolle, u. die
Gastpredigt ablegen, das Amt möchten
sie alsdann geben wem sie wolten,
als welches er lediglich Gott beföhle.