cus definiret würde, aber ich war
in meinen collegiis, welche ich hiel-
te nur um die theoriam beküm-
mert. Wenn ich die H. Schrifft lase,
war es mehr, daß ich gelehrt wer-
den möchte, oderals von opus operan-
tum, //darmit ich der guten Gewohnheit
ein gnügen thäte,// als zur Erkentniß des göttli-
chen Wesens und Willens zu mei-
ner Seeligkeit. Ich setzte darauff
sehr viel, daß ich alles auffs Pa-
pier schriebe, wie ich denn deswe-
gen etliche ziemliche volumina
zusammen geschrieben von Collegiis,
aber ich suchte es nicht, wie Paulus
will 2. Cor. III, durch den Geist
Gottes auff die Taffeln des Hertzens
zu schreiben. In solchen Zustande
war ich, da mir mein Vetter
als Patronus stipendii Schabbeli-
ani vergönnete von Kiel weg-
zureisen, in dem es, wie er be-
richtete, damahls mit dem stipen-
dio schabbelianodauff eine zeit-
lang ins stocken gerieht. Darauff
reisete ich nach Hamburg, weil
es in Kiel mit dem Hebräischen
nicht recht mit mir fort gewolt,
in meinen collegiis, welche ich hiel-
te nur um die theoriam beküm-
mert. Wenn ich die H. Schrifft lase,
war es mehr, daß ich gelehrt wer-
den möchte, oder
tum,
ein gnügen thäte,// als zur Erkentniß des göttli-
chen Wesens und Willens zu mei-
ner Seeligkeit. Ich setzte darauff
sehr viel, daß ich alles auffs Pa-
pier schriebe, wie ich denn deswe-
gen etliche ziemliche volumina
zusammen geschrieben von Collegiis,
aber ich suchte es nicht, wie Paulus
will 2. Cor. III, durch den Geist
Gottes auff die Taffeln des Hertzens
zu schreiben. In solchen Zustande
war ich, da mir mein Vetter
als Patronus stipendii Schabbeli-
ani vergönnete von Kiel weg-
zureisen, in dem es, wie er be-
richtete, damahls mit dem stipen-
dio schabbeliano
lang ins stocken gerieht. Darauff
reisete ich nach Hamburg, weil
es in Kiel mit dem Hebräischen
nicht recht mit mir fort gewolt,