cket, durch Sontoms güldnes Kleinod
sein Gewissen gerühret, und //daß er// sonst durch
andere dergleichen //der// reformirten Schrifften
erbauet sey. So wird sich auch befinden,
daß diejenigen welche mit ihren Be-
schuldigungen so fertig heraus sind, ge-
meiniglich keinen bessern Grund als
ihren bösen Argwohn davon zu geben wissen,
welches unzeitige richten ihnen der
gerechte richter nicht gut sprechen
wird. Mit einem Wort: Ich habe
des Molinosi Schrifften ohne inten-
tion mich deren theilhafftig zu machen
gelesen und übersetzet, und habe sie
nie weiter gebillichet, als sie der
göttlichen Warheit der H. Schrifft ge-
mäß sind; habe sie zum grund des
Christenthums nie recommendiret, und
nie also davon geredet, daß iemand
solte aufftreten können, der sich an
meiner rede zu stossen ursach gefunden
hätte. Ob nun von einem die Warheit
liebenden und gewissenhafften Menschen
ein mehrers könne erfordert werden,
mag ein ieder urtheilen? Für dem
aber, der da recht richtet, wil ich diß-
falls wol mit Freudigkeit stehen.
Was mein Christenthum betrifft, ist
dasselbe, sonderlich in den ersten Jahren
da ich in Leipzig gewesen, gar schlecht und
laulicht gewesen. Meine intention war