Einführung

Unmittelbar nach seiner Bekehrung in Lüneburg hat sich Francke während seines Aufenthaltes in Hamburg im Jahre 1688 intensiv mit den Fragen der Jugenderzie­hung beschäftigt. Nach einer späterenBemerkung hat er hier dienaevos des gewöhn­lichen Informirens kennen gelernt, und eine gründliche Idee von einer gebührenden Information bekommen (Kramer, A. H. Francke, I, S.40f.). In Leipzig und dann vor allem in Erfurt hat er sich bemüht, auch die Studenten mit pädagogischen Auf­gaben vertraut zu machen (vgl. vorl. Ausg., S. 124). In Halle fanden seine Bemühun­gen ihre Krönung in der Gründung und Leitung der Anstalten des Waisenhauses.

Wir können hier nur die Grundzüge seiner Pädagogik wiedergeben. Für den kriti­schen Ansatz seiner Auffassungen gibt das kurze VorwortVon der Erziehung der Jugend die beste Zusammenfassung. Für die zugrunde liegenden religiösen und theologischen Ideen ist vor allem der erste Teil desUnterrichts aufschlußreich. Zu den speziellen pädagogischen Problemen vgl. die Ausgaben von K. Richter, A. H. Francke. Schriften über Erziehung und Unterricht, Berlin 1871, und G. Kramer, A. H. Franckes pädagogische Schriften, Langensalza 1885. Zur Einführung in die Sachprobleme und die umfangreiche Literatur vgl. H. Ahrbeck, Über die Erziehungs­und Ünterrichtsreform A. H. Franckes und ihre Grundlagen, in: 450 Jahre Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle 1953, Bd.2, S.7793, und die Auswahl­edition von H. Lorenzen, August Hermann Francke. Pädagogische Schriften, Pader­born 1964 2 .

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