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Nr. 20 P/i.J. Später an A.H. Fmncke [23.(?)]2. 1692
cooperiren könne, thue ichs willig. Dem Buchbinder Zeunern 23 habe nechst
40 selbs geschrieben, und berichtet, das hoffe seine geschriebene Sachen nicht anders alß getruckt ihm widerzuschicken. 24
Was ferner wegen der Ecstaticaruirr 5 einlauffen wird, bitte mir ja zuweilen auch zu communiciren, in dem mir solches zu wißen so annehmlich alß nützlich ist. Herr Barthol 26 ist nun widerum mit seiner Herschafft zurück 27 ,
45 u. laßt geliebten Bruder hertzlich grüßen. Ich habe viel vergnügen an ihm gehabt. Er sorget sehr, Herr Wolthers 28 habe ihm nicht wenig an der Herschafft verdorben. Ich habe mit ihnen auch hier viel darvon geredet. Man will das meiste nicht an sich kommen laßen, was von jenem gehört habe: ich sorge aber sehr, das es nicht richtig: werde deswegen in schreiben mehr thun, alß hie
50 mündlich zu thun gelegenheit gehabt habe. Mich dauert Herr Barthol, der nicht allein von seinem Superintendenten 29 sehr in der gedult geübet wird, also das ich nicht eben sehe, ob er allzulange daselbs werde bleiben können, sondern das auch vielleicht wegen Herrn Wolthers die herschafft nicht mehr so hoch seiner achten mag. Daher ich hertzlich wünschte, ob Gott ander-
55 wertlich etwas zeigen wolte, da seine gaben nützlicher angewendet werden könten. Ich habe ihn zweymal hier predigen laßen, darmit er bekant würde: und wollen wir sehen, wo einmal göttlicher finger hinweisen werde.
46f /an der Herschafft/. 47 /mit/. 50 /zu thun gelegenheit/. 53 herschafft ] + (auch(?)>. 54 /mag/.
53 /das auch/ : (keine(?)).
23 Christoph Zeuner, geb. in Oberschlema als Sohn des dortigen Pfarrers David Zeuner; Buchbinder in Oberwiesenthal (Frueh, LPP Braunschweig 9, 1985, 4580; Blaufuss, 140. 176. 183).
24 Das entsprechende Schreiben Speners an Zeuner ist nicht überliefert. Wie aus einem nicht datierten Brief Zeuners an Francke (offensichtlich Anfang 1692) hervorgeht, hatte Zeuner Spener folgende Schriften mit der Bitte um Publikation zugesandt: ein „gespräch", das Francke Zeuner in Erfurt zum Druck empfohlen hatte, mit einer „einfältigen betrachtung über den Spruch des 2. Cap. Syrachs. wiltu Gottes diener seyn etc." und „ein tractätlein benamet: Evangel. danck und denckmal" (undatiertes Schreiben Zeuners an Francke, SBPrKB, Nachlaß Francke, Kaps. 23, 2/13: 14). Die zuletzt genannte Schrift wurde im Anhang von Speners Die Seligkeit der Kinder Gottes (s. Brief Nr. 37, Ami. 20) noch 1692 gedruckt. Die einzige nachweisbare unter Zeuners Initialen publizierte Schrift erschien 1694 mit dem Titel „Einfaeltige Betrachtungen/ welche ueber einen erwehrten Leichen-Text Esai. 41, 10 [...] auffgesetzet und [...] mitgetheilet von Christoph] Z[euner]", o.O. 1694 (vh BFSt).
23 Es dürften vor allem Catharina Reinecke (s. Brief Nr. 15, Anm. 10) und Anna Margaretha Jahn (s. Brief Nr. 22, Anm. 18) aus Halberstadt, Magdalena Elrichs aus Quedlinburg (s. Brief Nr. 16, Anm. 47), Anna Maria Schuchart aus Erfurt (s. Brief Nr. 22, Anm. 15) sowie evtl. Adelheid Sybille Schwarz aus Lübeck (s. Brief Nr. 55, Anm. 16) gemeint sein.
26 Ludwig Friedrich Barthol (s. Brief Nr. 17, Anm. 26).
27 Barthol kehrte — offenbar mit Kurt Reinicke IL, Graf von Callenberg (s. Brief Nr. 16, Anm. 21) - nach Muskau zurück.
25 Christian Theodor Wolters (s. Brief Nr. 16, Anm. 20).
29 Martin Francisci (30.11.1647-1698), geb. in Peitz/Neumark; 1671 Diakon in Muskau, 1678 in Bautzen; 1679 Superintendent in Muskau (DBA 336, 56-59; Jöcher 2, 705f).