Nr. 82 Pli.J. Spater an AM. Francke 20.5. 1693

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von ihm zuerst gekommen, mit asche aber bedecket worden, so nun wider starcker außbricht. Es ist abermal ein großes ärgernus, das der Jjungfer] Gräffin vermeinte weißagung vom undergang Quedlinburg in 7 tagen 24 in Leipzig bekant worden, und daher viele lästrungen verursachen wird. Es scheinet, Gott wolle uns mit gewalt die gefaßte opinion von den ecstaticis und bezeugungen hinwegnehmen, und uns dero ungrund zeigen. Er laße uns je seinen willen ohne trug und wahrhafftig erkennen! Wormit göttlicher treuen gnade und regirung hertzlich erlaßende verbleibe

Meines wehrten Herrn und geliebten Bruders zu gebet und liebe williger

Phhlipp] J[acob] Spener D. Mppria

Berlin den 20. Maj. 1693.

Herrn D. Breithaupt grüße ich freundlich in dem Herren.

Diesen brieff 25 hoffe von ihrem ort leicht nach Eißleben gebracht werden zu können: weswegen darum bitte.

Herren Herren M. August Hermann Francken profjessori] graecae et orientfalium] ling[uarum] zu Halle, und pastori der gemeinde zu Glauche vor Halle.

Halle.

Franco.

24 Maria Graf oder Agnes Gräffner hatte am 29.4.1693 den Untergang Quedlinburgs in 8 Tagen vorausgesagt (s. Brief Nr. 80, Anm. 10 und 11).

25 Nicht überliefert.