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Nr. 183 PhJ. Spaterem A.H. Fnmcke 28. 10. 1699

gekommen 40 , solle mir lieb sein mit gelegenheit zu sehen, Gott führe den lieben freund nach seinem rath: der regire auch Herrn Schäffern 4 ' in der Ord­nung zu bleiben, und weder an andern sich zu ärgern noch anstoß zu geben.

55 Daß Herr v. Dißkau 42 etwas hieher wegen der Oberinspection der schulen gelangen laßen 43 , habe noch nicht gehöret, ob zwahr nicht zweiffle, das viele gern alles vermögen dran stecken werden, ein so wichtiges gutes zu hindern. Jedoch ist der Herr größer und mächtiger als alle die sich seinem reich gern widersetzen wolten. In deßen treue obhut, segen und regirung mit gantzem

60 lieben hauß hertzlich erlaßende verharre

Meines Hochgeehrten Herrn Gev[atters] und gel[iebten] Bruders zu gebet und liebe williger

Phhlipp] J[acob] Spener D. Mppria.

Berlin den 28. Oct. 1699.

65 Herrn D. Breithaupten 44 , den hertzlich grüße, gedachte gantz gewiß, das rescript heut zuschicken 45 , da aber es schon in der cancelley zu sein berichtet gewesen, hat sich nach offt maligem schicken daselbs nichts finden wollen: Endlich war es bey Herrn v. Fuchs verlegt, wird aber heut in die cancelley gekommen sein.

70 A Monsieur Monsieur Franck professeur en Theologie et pasteur de l'eglise ä Glauch.

54 /geben/ : (nehmen).

40 Briefe Heinrich Wilhelm Ludolfs (s. Brief Nr. 111, Anm. 1) vom 30.8. und 13.9.1699 (s. Brief Nr. 182, Z. 27f und Anm. 22).

41 Petrus Schäfer (s. Brief Nr. 182, Anm. 23).

42 Carl von Dieskau (s. Brief Nr. 178, Anm. 10).

43 S. Brief Nr. 182, Z. 30-33.

44 Joachim Justus Breithaupt (s. Brief Nr. 7, Anm. 36).

45 Offenbar ein nicht überliefertes Reskript zur Regelung der Nachfolge in Meseberg (s. Briefe Nr. 176, Z. 31-33 und Anm. 18, Nr. 177, Z. 14f und Anm. 13 und Nr. 181, Z. 33£).