Zeit abgestohlen haben. In Summa, ich habe wahr
zu seyn erkandt, was Jesus Syrach schreibet C. 34,
8-25. Und nachdem ich solches erkandt, so ist
meine einige Weisheit, daß ich den Herren er-
kenne, kan ich aber iemand auch mit den Stu-
diis dienen, so ist mir kein Studium und kein
Buch gering, und zu verächtlich, wo ich nur einen
Gebrauch sehe: wird auch kein Studiosus sagen
können, daß ich ihn absolute vom Studieren
abhalte, sondern daß ich ihn zum rechten Gebrauch
anweise. Ich mache auch einen Unterschied zwischen
necessarium und utile. Wenn man mir gleich
alles nehme, so habe ich doch in meinem Hertzen
den weg wie man zu Gott kommen soll, und den
wolte ich Jahr aus Jahr ein ohne Bücher lehren.
Dabey ich aber nicht läugne, daß nach Gelegenheit
der Persohnen und anderer Umstände, ich mich auch
der Commentariorum und Bücher bedienen könne,
ob ich wohl weiß, daß ich die wahre weißheit dar-
innen nicht suchen dürfe, sondern in Gottes wort.
Was das tantzen betrifft, hat zwar wohl niemand, so
viel ich weiß, der Grünwaldin das tantzen verboten,
sondern ihr eigen Gewißen sie überzeuget, daß es nicht
recht sey. Meine Meinung aber davon ist diese.
Tantzen an sich, oder die Bewegung des Leibes an und
zu seyn erkandt, was Jesus Syrach schreibet C. 34,
8-25. Und nachdem ich solches erkandt, so ist
meine einige Weisheit, daß ich den Herren er-
kenne, kan ich aber iemand auch mit den Stu-
diis dienen, so ist mir kein Studium und kein
Buch gering, und zu verächtlich, wo ich nur einen
Gebrauch sehe: wird auch kein Studiosus sagen
können, daß ich ihn absolute vom Studieren
abhalte, sondern daß ich ihn zum rechten Gebrauch
anweise. Ich mache auch einen Unterschied zwischen
necessarium und utile. Wenn man mir gleich
alles nehme, so habe ich doch in meinem Hertzen
den weg wie man zu Gott kommen soll, und den
wolte ich Jahr aus Jahr ein ohne Bücher lehren.
Dabey ich aber nicht läugne, daß nach Gelegenheit
der Persohnen und anderer Umstände, ich mich auch
der Commentariorum und Bücher bedienen könne,
ob ich wohl weiß, daß ich die wahre weißheit dar-
innen nicht suchen dürfe, sondern in Gottes wort.
Was das tantzen betrifft, hat zwar wohl niemand, so
viel ich weiß, der Grünwaldin das tantzen verboten,
sondern ihr eigen Gewißen sie überzeuget, daß es nicht
recht sey. Meine Meinung aber davon ist diese.
Tantzen an sich, oder die Bewegung des Leibes an und
für