der Verehrung der Chinesischen Heiligen, und
aus den damit verknüpfften Händeln sattsamlich
offenbahr, wovon wir jetz nicht viel gedencken
wollen, weil vermuthlich ist, daß die Vielgel.
Brüder auf ihren Küsten von dem, was in Chi-
na mit dem Cardinal Tournon1 und der
erfolgten Revolution passiret, zulängliche
Nachricht haben werden.
So viel nur wollen wir zu unserm Vorhaben
melden, daß ungeachtet der gedachte Cardinal
Tournon vom Pabst abgeschickt gewesen, und ge-
nugsame Instruction gehabt der Jesuiten ihre
praxin, (da sie ihren getaufften Christen noch
zugelaßen, den Confucium und andere Chinesische
berühmte Leute in deren Bildnißen zu verehren,
etc.) als unrecht und schädlich zu declariren, mit-
hin dieselbe aufzuheben, und zu verbieten; sie
dennoch solcher Sententz sich nicht submittiret,
sondern noch bis diese Stunde mit allerhand dem
Christenthum gantz entgegen lauffenden Mitteln
ihre Meynung behauptet, ja wie unlängst ge-
schrieben worden, im Gebieth des großen Moguls
gar auf die noch mehr Superstitieuse Gebräu-
che der Malabaren appliciret und exten-
diret haben. Wie nun Gott in Europa Zeugen
der Warheit erwecken wird, die in Streitgezo-
gene Schrifftmäßige Lehren gegen dergleichen
antichristische Unternehmungen zu vertheidi-
gen; also wird er auch ihnen in Ost-Indien
Gnade