materie mein Mißfallen über ihre Gleichstellung der Welt an ihren
Orth bezeugen müßen. Jüngst hat nach Bericht ders Hoffpredigers
zu Bareit seinen Hoff in dieser Sachen gestrafft. Die Herrschafft
holt ein Responsum ein beym Consistorio, welche sprechen, es sey
recht, David habe auch getantzet. Darauf will man den Hoffpre-
diger absetzen. Sind das nicht geistliche Consistoriales? Ich hoffe,
Ew. HochEhrw. werden hierinnen gantz meiner Meinung seyn. De-
ro Schreiben an mich betreffend kommt hiebei eine Beylage von Herr
Schilling, welche seiner Person wegen ein Genügen thun wird. Ich weiß
sonst nicht, wie ichs verstehen soll, daß Ew. HochEhrw. gedencken das //den/ Herrn
Superintendenten und Herrn M. Mosern zu gewinnen. Soll es nur dar-
zu seyn, daß sie einen äußerl: Beyfall geben, so wird solches ihnen
selber und uns gar nichts helffen. Ich sehe lieber, daß Satan Satan
ist, als daß er sich stelle, er stimme mit Christo, und thuts doch
nicht in der That und Warheit. Sollen sie aber recht bekehret
werden, so wird gewiß viel darzu gehören, und wird ihnen wohl
viel seltzamer vorkommen, als dem Nicodemo, wenn man ihnen
vorsagen wird, daß sie erst müßen aufs neue gebohren werden,
und ihr bißheriges thun für böse erkennen. Doch ist Gott nichts
unmöglich, wenn sie nur nicht, wie bißhero, dem Heiligen Geiste
muthwillig wiederstreben, das Werck Gottes verlästern und ver-
dächtig machen, welches gar starcke Riegel sind, die sie ihre//r// Bekeh-
rung vorschieben. So stehts auch mit dero Herrn Vettern zu Altenburg.
Daß auch Ew. HochEhrw. vorschlagen, ich mochte meine Apologiam
Herrn Hertzog Friedrichs Hochfürstl: Durchl. dediciren, litte wohl