aus solchen schändlichen Mißbräuchen, aus
solchen unchristl. Wesen hat mann sich
nun durcharbeiten müßen; Daher kein
Wunder, so mann es in dem Zustande noch
nicht hat, wie mann es wohl wünschet u.
verlanget, daß es seyn möge. Wir klagen denn
auch billig darüber, daß //man// so gar keine Kirchen
Disciplin mehr hat. Daher mann noch mit man-
chen Menschen immittelst so viel Getuld trä-
get, und gedencket, die Menschen werden
doch endl. wenn sie es recht gehöret, das
Wort nach u. nach bey sich zur Krafft
kommen laßen. Indem wir nun solches
hoffen, so sehen wir ein wenig zu, und
wollen uns hüten, daß wir niemandem
zu schwehr fallen, sondern wo es nur
irgend seyn mag, Lindigkeit, Sanfftmut
und den äußersten Grad der Liebe
ausüben. Wir wollen nicht gerne den
Weizen und Unkraut zugleich ausreisen,
Also geschiehets denn freyl. daß nach
Beschaffenheit dieser bösen Zeiten, dar-
innen wir izzo stehen, mancher mit da-
runter gefunden wird, der sich noch
nicht in solchen Zustande befindet,
darinnen er würdig zum H. Abendmahl ge-
hen möge, Wir aber dulten solches aus
solchen unchristl. Wesen hat mann sich
nun durcharbeiten müßen; Daher kein
Wunder, so mann es in dem Zustande noch
nicht hat, wie mann es wohl wünschet u.
verlanget, daß es seyn möge. Wir klagen denn
auch billig darüber, daß //man// so gar keine Kirchen
Disciplin mehr hat. Daher mann noch mit man-
chen Menschen immittelst so viel Getuld trä-
get, und gedencket, die Menschen werden
doch endl. wenn sie es recht gehöret, das
Wort nach u. nach bey sich zur Krafft
kommen laßen. Indem wir nun solches
hoffen, so sehen wir ein wenig zu, und
wollen uns hüten, daß wir niemandem
zu schwehr fallen, sondern wo es nur
irgend seyn mag, Lindigkeit, Sanfftmut
und den äußersten Grad der Liebe
ausüben. Wir wollen nicht gerne den
Weizen und Unkraut zugleich ausreisen,
Also geschiehets denn freyl. daß nach
Beschaffenheit dieser bösen Zeiten, dar-
innen wir izzo stehen, mancher mit da-
runter gefunden wird, der sich noch
nicht in solchen Zustande befindet,
darinnen er würdig zum H. Abendmahl ge-
hen möge, Wir aber dulten solches aus
herzlicher –