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Bildung nimmt überHand, und die ekngebornen Volker­stamme lesen in ihrer eigenen Sprache das Wort der Wahr­heit. Das Evangelium ist gepredigt, Kirchen sind gesam­melt, und die sittliche Wüste ist geworden wie ein Garten des Herrn. Noch sind adcr das nicht alle Wohlthaten, die das afrikanische Geschlecht in dieser Zeit empfangen hat. Der Sclavenhandel und die Sclaverei selbst ist aufgehoben; die Unterthanen der britischen Krone sind so gut in den Colonieen als im Mutterlande frei, und die Freiheit, deren sie genießen, wird nicht, um Aufruhr zu: erheben und Verbrechen zu verüben, sondern, um die noch herrlichere Freiheit des Evangeliums Christi zu sichern, gebraucht. Unsere Gesellschaft stand nicht unter den ersten Arbeitern auf diesem wichtigen Felde; aber sie ward ge­würdigt, in den letzten 28 Jahren einen geringen Antheil an diesem Werke christlicher Menschenliebe zu nehmen, da­durch , daß sie die Bitterkeit der Sclaverei milderte und ihre Opfer zum einzigen wirksamen Balsam für ihr Elend führte.

Auf diesem Felde, lange ein Feld tiefes Schmerzes, hat die Gesellschaft einige ihrer schwersten Trübsale erduldet, aber auch einige ihrer süßesten Früchte geerntet.

In keinem Theile der Welt hat das große Haupt der Kirche ein reicheres Maaß von Erfolg gewahrt, unter keinem Wolke der Erde sind die Aussichten glänzender, und von keiner Classe der Bekehrten ist der Gesellschaft so viel herz­liche und eifrige Mitwirkung entgegengekommen, als von der jüngst befreiten Bevölkerung der britischen Colonieen.

Lange Jahre hatte die Gesellschaft nur zwei bis drei Arbeiter in Westindien; sie hat jetzt 20 Missionare dort und wird mit Freuden die Zahl nach Erfordern vermehren, wofern der Herr die Herzen seiner Diener geneigt macht, in dies Feld einzutreten.

Mit tiefer Ehrfurcht betrachten die Vorsteher alles Gute, das gewirkt worden ist, als den Finger Gottes, und indem sie begehren, das Werk fortzusetzen, stark allein in dem Herrn und in der Macht seiner Starke, erkennen sie dankbar dix Gnade in dem Vergangenen und rufen de­müthig: Gelobet seyst du, Herr! Gott Israel! unser Vater, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Dir gebührt die Ma­jestät und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank! Nun,