Kupfer, auf welche Metallen Ihr zuvor einer Haselnuß „
groß" geworffen habt, last es in starckem
Feuer flißen untereinander und treiben, denn hebet es
mit bescheidenheit aus dem Feuer, klopffet an
den Tiegel, daß sich das Silber zum Regulo setze, last
es erkalten, und saubert den Regulum von den Schlacken,
welche Schlacken man wohl wahrzunehmen
hat, und zu nachfolgender Arbeit aufzuheben.
Diese Arbeit continuiret man in allem wie vor-
herbeschrieben solange, bis alle 8 theile des gradir Pulvers
eingetragen.
Denn pulverisirt man alle aufbehaltene Schlacken
von den 8 Arbeiten aufs Kleineste als man kan, mischt
darunter nocheinmahl so viel purificirten Salpeter als die Schlacken
gewogen, läst dann das Silber nocheinmahl schmeltzen, und so
es gefloßen, wirft man diese pulverisirte Schlacken
darauf, und läst es 1/2 Stunde wohl schmeltzen, denn ausgegoßen
so ist es noch spröde, denn man also thut.
Man nimbt das Silber schmelzet und granuliret solches
die granulirte Luna untermischt man mit 2mahl
soschwer Nitro purif. thut es zusammen in einen Tiegel
auf welchen ein ander Tiegel lutiret, in dem oben ein Loch
sey, läst das Lutum wohl trocknen, und läßt Ihn
vor sich in voller Gluth ohne einiges Zublasen eine
gantze Stunde stehen, denn noch 1. Stunde zusammenschmeltzen
laßen, und erkalten, so ist das Silber vollständig be-
reitet.
4.) Das Gold zu praepariren, damit es
die Lunam fixam als eben beschrieben, zu
guthem Rheinischen Gold erhöhe.
Nehmet Ducaten so viel Ihr wollet, gießet Sie
3mahl durchs Antimon, denn nehmet dieses Gold soviel
Ihr wollet, laminirt es gantz dünne, und machet mit
dem Cement Pulver A. 3 theil, und Lamellis 1. theil
in einem Tiegel stratum super stratum lutirt einen anderen drauf, wenn alles
trucken setzt es auf 6 Stunden zu cementiren in ein Circkel
Feuer per 3. gradus Feuer nach verfließung lasts erkalten, und
waschet das Cement Pulver von dem granulirten oder Lami
nirten Gold ab, denn es darf nicht schmeltzen mit dem Pulver.