so nehme Sie das flüchtige Gold an, und setzt
sich wieder ein Regulum, der sehr Göldisch, welchen
man zu dem oberen Regulo thut, und mit verbläset,
so wird Man nicht allein alles Silber reine ohne den geringsten
Abgang, sondern auch viel solarischer als erst wie-
derhaben.
sich wieder ein Regulum, der sehr Göldisch, welchen
man zu dem oberen Regulo thut, und mit verbläset,
so wird Man nicht allein alles Silber reine ohne den geringsten
Abgang, sondern auch viel solarischer als erst wie-
derhaben.
No. 11.
Nota Bene Ein tingirender Schwefel auf Silber.
Von dem H. von Kannenberg alß sein
höchst Secretum, so oft gearbeitet, und allezeit
gewiß soll befunden haben, auf seinem Krancken-
Bette sub sigillo silentii communiciret.
Ao. 1714. Mens. Julii, worauf Er auch gleich gestorben.
Recipe 18 Loth rothen Berg Schwefel (oder auch nur gemeinen Schwefel) pulve-
risa, mische darunter 3 Loth oder 1 1/2 Loth Salis Tartari,
thue es in eine Phiole, geuß darauf einen per se
putrificirten alten Urin, so vorher wohl filtrirt, ad eminen-
tiam 3 digitor. Laß es extrahiren im Balneo Mariae
24. Stunden damit der Schwefel nicht schmeltze, oft umgeschüttelt,
so extrahirts braunroth. Denn die Extraction
sachte abgegoßen, filtrirt, auf die remanenz wieder
so viel Urin und so viel Salis Tartari gethan als vorher, und
solches oft repetiret biß man extraction ge-
nug hat, denn es solvirt sich der gantze Schwefel endlich
drinnnen, die Extractiones im Balneo Mariae ad siccita-
tem abgezogen, die Siccam materiam zart ge-
rieben, und im Keller solviren lassen. Das geflos-
sene alles in Kolben gethan, und destillirt Regen Waßer
drauf gegoßen und abgezogen, biß meist ad sicci-
tatem, denn frisch Regen Waßer drauf gegoßen, und ab-
gezogen, (um die massam dadurch von den Salien
zu edulcoriren) und solange damit continuiret
biß sich starcke Blasen auffwerffen, die auf-
steigen, als wenn Sie wolten überlauffen, alß-
denn ists genug, und das Zeichen der Natur selbst
daß die edulcoration geschehen, wiewohl es nicht
risa, mische darunter 3 Loth oder 1 1/2 Loth Salis Tartari,
thue es in eine Phiole, geuß darauf einen per se
putrificirten alten Urin, so vorher wohl filtrirt, ad eminen-
tiam 3 digitor. Laß es extrahiren im Balneo Mariae
24. Stunden damit der Schwefel nicht schmeltze, oft umgeschüttelt,
so extrahirts braunroth. Denn die Extraction
sachte abgegoßen, filtrirt, auf die remanenz wieder
so viel Urin und so viel Salis Tartari gethan als vorher, und
solches oft repetiret biß man extraction ge-
nug hat, denn es solvirt sich der gantze Schwefel endlich
drinnnen, die Extractiones im Balneo Mariae ad siccita-
tem abgezogen, die Siccam materiam zart ge-
rieben, und im Keller solviren lassen. Das geflos-
sene alles in Kolben gethan, und destillirt Regen Waßer
drauf gegoßen und abgezogen, biß meist ad sicci-
tatem, denn frisch Regen Waßer drauf gegoßen, und ab-
gezogen, (um die massam dadurch von den Salien
zu edulcoriren) und solange damit continuiret
biß sich starcke Blasen auffwerffen, die auf-
steigen, als wenn Sie wolten überlauffen, alß-
denn ists genug, und das Zeichen der Natur selbst
daß die edulcoration geschehen, wiewohl es nicht