so Er für die verkaufende Arzney und
Bücher einnehme,machtmachen solle?
worauf zur Antwort dienet, daß der
HErr über Vermuthen noch so viel an Wohlthaten
einlaufen lassen, daß die hiesige Schulden
für Arzney und Büchernoch//meist// bezahlet werden
können, und das wenige von noch einigen
erwartenden Wohlthaten noch wohl bestritten
werden möchte : Daher also nicht nöthig ist,
das bisher gelöste Geld //zu Bezahlung dieser Schulden// anhero zu über-
machen. Weil aber nicht darauf gerechnet
werden kan, daß der Zufluß der Wohlthaten
für Ebenezer bey mir continuiren werde : so
kan vielmehr solches für Bücher und Arzneyen
eingehende Geld dazu aufgehoben werden, um
die künftig nöthigen Arzneyen und Bücherda-zu bezahlen, damit es in der Gemeine
mit
an diesen Nothwendigkeiten für Leib und
Seele nicht mangeln dürfe. Wenn //Sie// übri-
gens einiges an ganz arme verschencken
wollen; so wäre wohl nöthig, daß Sie auf
das übrige, so den Wohlhabenden überlassen
wird ein mehrererCaProfit geschlagen
werde, welches ohne dem ganz billig ist, damit
dagegen den ganz Armen gedienet werden könne,
und gleichwohl das Capital zu fernern Un-
terhaltung der nöthigen Bücher und Arzneyen
in Salvo bleibe. Aus dem letzten vom
13. Jan. a. c. habe ersehen, daßSiedie letzten
zwey Kasten mit Arzneyen und Büchern wohl über-
kommen, wofür Gott preise. Was Sie nun fer-
ner nöthig haben, muß ausdrücklich von hier
verschrieben werden. Wenn denn Herr Urlsperger Gelder
für Ebenezer im Vorrath hat, so kan das
Nötige von demselben hier ausgezahlet und dort
zu seiner Disposition aus der BücherCasse as-
signirt werden. Und was bey mir noch ferner
an Wohlthaten einlauffen solte, werde allemal
melden, da denn so viel solches beträgt, allen-
falls an die Arme verschenckt werden kan. Es ist
mir auch lieb, daß Sie an Herrn Doerbaum eine
Hülfe in Unterrichtung Ihrer lieben Kinder und
//Distribution der Arzneyen und Bücher bekommen.
Gott lasse solches ferner recht gerathen. Halle den //