den 25sten Sept. 66.
An
〈Herrn Past. //Lemke und// Rabenhorst〉〈zu Ebenezer〉
〈Herrn Past. //Lemke und// Rabenhorst〉〈zu Ebenezer〉
Wohlehrwürdiger,
in den HErrn herzlich geliebter Bru//ü//der,
Aus Ihrem Schreiben vom a. p. //lezten Briefen//
habe mit vieler Betrübniß das selige Ab-
sterben unsers lieben so wohl in Gottes als
seiner Knechte Augen theuren Herrn
Pastor Bolzii mit mehreren ersehen, und
ich kan nicht leugnen, daß mich solches sehr
vor dem HErrn gebeuget habe. Zwar der
selige Mann ist vor den Thron seines HErrn
gestellet, wo Er den Lohn seiner treuen und
gesegneten Arbeit empfänget.Was aber die
liebe Gemeine Die liebe Frau Witwe mit Ih-
rer Jungfer Tochter ist zwar allerdings zu be-
dauern. Jedoch da Sie die Verheissung Gottesvor
//für// sich hat, die den Witwen und Waysen allen
Beystand und väterliche Vorsorge verspricht
und nicht triegen kan : so wird Sie der HErr
auch nicht verlassen und Herzen erwecken,
die sich ihrer in Liebe annemen. Was aber
dieliebe Gemeine betrifft; so ist diesel-
be am allermeisten zu bedauren. Der
selige //Mann// war derjenige, der den Grund, unter
göttlichen //Beystand// zu dem geistlichen ja auch leiblichen
Wohlseyn geleget hat. Und da Ihm der HErr
nicht nur eine besondere Gabe der Weis-
heit verliehen, sondern auch sein Herz in ei-
nem //gar merklichen//besondern Grad der Armuth und Ver-
leugnung stund : so war sein Amt bey
der Gemeine auch so gesegnet, und sein
Verlust ist bey derselben um so mehr zu be-
dauren, jenötiger nun ihn //mehr// ein solcher in
//wahrer// Demuth und Verleugnung stehe und zu-
gleich in solcher GlaubensKraft stehender Mann
iezo derselben noch nötiger, als im Anfang
wäre, da wohl nunmehr die meisten von
den ersten durch Kampf und Verfolgung
geleuterten Emigranten auch schon in Ihre
habe mit vieler Betrübniß das selige Ab-
sterben unsers lieben so wohl in Gottes als
seiner Knechte Augen theuren Herrn
Pastor Bolzii mit mehreren ersehen, und
ich kan nicht leugnen, daß mich solches sehr
vor dem HErrn gebeuget habe. Zwar der
selige Mann ist vor den Thron seines HErrn
gestellet, wo Er den Lohn seiner treuen und
gesegneten Arbeit empfänget.
liebe Gemeine
rer Jungfer Tochter ist zwar allerdings zu be-
dauern. Jedoch da Sie die Verheissung Gottes
//für// sich hat, die den Witwen und Waysen allen
Beystand und väterliche Vorsorge verspricht
und nicht triegen kan : so wird Sie der HErr
auch nicht verlassen und Herzen erwecken,
die sich ihrer in Liebe annemen. Was aber
die
be am allermeisten zu bedauren. Der
selige //Mann// war derjenige, der den Grund, unter
göttlichen //Beystand// zu dem geistlichen ja auch leiblichen
Wohlseyn geleget hat. Und da Ihm der HErr
nicht nur eine besondere Gabe der Weis-
heit verliehen, sondern auch sein Herz in ei-
nem //gar merklichen//
leugnung stund : so war sein Amt bey
der Gemeine auch so gesegnet, und sein
Verlust ist bey derselben um so mehr zu be-
dauren, je
//wahrer// Demuth und Verleugnung s
gleich in solcher GlaubensKraft stehender Mann
iezo derselben noch nötiger, als im Anfang
wäre, da wohl nunmehr die meisten von
den ersten durch Kampf und Verfolgung
geleuterten Emigranten auch schon in Ihre