der vielen Wohlthaten, so Sie von dem Herrn HofPrediger, der
Societät, den Herren Trustees etc. genossen, entweder gantz
vergessen, oder //derer nur// so gantz überhaupt //eine kaltsinnige// Erwähnung gethan,
welches andere fur als einen Mangel der danckbaren Er-
innerung solcher Liebe ansehen möchten.
e.) f.) Andere Mängel, //als// was //unrichtige// die teutschen Constructiones
die Uberschrifft, die abermalige Lücke vom 17. oct. bis
den 9ten Nov., da Sie es erst von Gosport abgesendet,
und dergleichen betrifft, item die Anrede in dem Brief an
Herrn Senior, da es zu zu familiair heraus kommt, wenn
sie nur schreiben: In dem HErrn sehr lieber Herr Senior; die-
ses und dergleichen //sage ich// übergehe ich und habe nur das bisherige
anführen wollen diese //wenige// Anmerckung zu dem Ende in hertzlicher anfüh-
ren wollen, //nicht Sie blöde zu machen oder niederzuschlagen, sondern nur
in hertzlicher Liebe und offenher zu Ihrem Besten und Nutzen.
Und können Sie dabey versichert seyn, daß ich sonsten // [daß Sie sehen …] gerne Geduld mit
Ihnen haben //will// bis Sie in mehrere Ubung und Erfahrung kommen. Sie dürfen
also auch ferner //wohl gantz// hertzlich und einfältig schreiben, ohne etwas
zu künsteln, wenn man es nur aus dem Uberfluß des Hertzens
hervorkommt und der gehörige Fleiß unter Gebet und Meditation
daran gewandt wird, daß man auch Ihr Zunehmen in der
Erkenntniß Christi daran mercken kan. Ihre hertzliche Gemüths
fassung vor Gott daraus mercken //kan//.
//(es ist aber ein grosser Unterscheid etwas künsteln und
den gehörigen Fleiß und Application an etwas wenden)// Es wird sich bey mehrer
Ubung //und Fleiß// schon alles geben, d was zur äußern Ordnung und
gehörigen Form eines Aufsatzes gehöret auch immer besser
geben.
4. Da Sie auch //noch// zu gründlicherer Einsicht des Wortes Gottes //und der
practischen Wahrheiten aus denselben// zu kommen suchen müssen,
so zweifele nicht, Sie werden //sich// des Herrn HofPre-
digers Unterricht auch darinnen fein zu nutz gemacht haben und des
//von des// Herrn Pastors Bolzii feinen Gabe in gl gründlicher Meditation zu pro-
fitiren suchen //auch bey Ihrem Vortrag es ja nicht an dem nöthigen Fleiß in Ge-
bet und Meditation fehlen lassen, und auch zu dem Ende alles fein ordent-
lich aufschreiben.//
5. Da Ihre vornehmste Arbeit in Ebenezer auf die Kinder
mit gehet, so bitte absonderlich darinnen alle Treue anzuwenden.
Im übrigen habe ich Sie nicht nur beym Abschied an den Herrn Pastor Bol-
zius gewiesen, um von demselben zu lernen und sich von ihm anweisen zu
lassen : sondern bitte Sie hierdurch //auch// nochmalen, ihm nur in allem fein
zu folgen und nichts ohne ihn //seinen Rath// zu thun.
// Worinnen Sie dem lieben seligen Herrn
Gronau nachzu fein nachfolgen wollen, welcher doch einen grossen
Vorzug, so wohl an Jahren als //eigenen Erfahrung// und vor Ihnen gehabt und sich
doch so fein allezeit eine sehr lobliche Folgsamkeit gegen Herrn Bolzius
blicken lassen, dabey er auch so gut
zugenommen. // Suchen Sie denn nur dabey in
Ihrem Christenthum immer tiefern Grund zu legen und //in// wahrer Verleug-
nung, Armuth des Geistes, Glauben und Ernst vor dem Angesichte Got-
tes und sein der Gemeine, bey welcher Sie sind, zu wandeln : so wird
Ihnen der HErr Gnade und Segen geben, dem ich Sie empfehle und verharre