hierdurch erwecken wollen. Sonst fällt mir noch hierbey dieses zu
Ihrem Besten zu erinnern bey, wenn Sie auch etwan nach dem
Willen Gottes zu heyrathen gedencken, daß Sie doch solchenfals alles
Gott recht fein an//zu//rufen möchten, //daß er// Sie nach seinem Willen zu //wolle// leiten,
und daß Sie dabey nichts ohne den Rath des Herrn Pastors Bolzii
zu thun, möchten als welcher die Personen //an Ihrem Orte// länger kennet als Sie;
wie es denn auch schon eine genugsame Ursach ist von einer
Person zu abstrahiren, wenn man mercket, daß andre
Collegen, mit denen man doch in genauem Band stehet, dar-
bey einen Anstoß nehmen //Bedencken haben// möchten //in dem darüber die
Harmonie und das gute Vernehmen leicht Schaden leidet, und man sich auch wohl
selbst manche Noth zuziehet, die man //nicht// vorhergesehen// Ich bin von Ihnen versi-
chert, daß Sie es auch diese und alle andere wohlgemeinte
Erinnerungen als ein Zeichen meiner Liebe ansehen werden,
und freue //mich// übrigens hertzlich, daß der HErr des Herrn Pastors Bolzii
mit solcher hertzlichen Liebe zu Ihnen geneiget, wie ich aus dessen
Briefen ersehe. Ich verharre nochmals
E[uer]
 
Halle den 27 Iul.
1746.
 
P. S. Sie dürfen sich niemals scheuen, Ihre Meinung gantz offenhertzig an mich
oder den Herrn Diacon Niemeyer zu überschreiben, welches Ihnen niemals übel
genommen werden, sondern nur dazu gebraucht werden soll, daß man Ihnen
desto besser mit Trost, Rath und Erinnerung zustatten kommen könne.