Fleiß in Abfassung deselben, absonderlich wenn Sie in Abwe-
senheit des Herrn Pastors Bolzii das Diarium fortsetzen müs-
sen,es nicht ermangeln lassen. Daß Sie mit Hülfe des Herrn
Meyers einige curiosa und Naturalia samlen wollen, ist mir
sehr angenehmseyn und wird auch zum Nutzen Ebenezers
gereichen können. Weil Sie vondem zu vielem Sitzen einige
Incommodität an der Gesundheit verspühret : so wird es //desto// nöthiger
seyn, daß Sie Ihre Zeit desto ordentlicher einzutheilen suchen,
damit weder der Gesundheit und dazu nothigen motion, noch
der Arbeit //noch auch der Sorge für die eigene Sele//
etwas abgehe. Wenn man alle Zeit wohl
auskauft ; so bleibt schon genugsame Zeit auch zur Motion
übrig. Sonsten ist es mir aus dem P. S. an Herrn Diacon Niemeyer vor-
gekommen, als wenn Sieetwas unzufrieden mit des Herrn Pastors
Bolzii Einrichtunggewese und daß Sie nicht gleich Ihre eige-
ne Haushaltung anfangen können, etwas unzufrieden gewesen.
Hätte also gewünscht, daß Sie dem Herrn Pastor Bolzio nur Ihr
Verlangen und Ursachennur entdeckt hätten, welcher auch so viel
möglich Ihren //Wunsch// gerne allzeit erfüllen wird, wo er nicht ander
Bedencklichkeiten hat. Indessen ist es mir lieb, daß Sie demselben
auch hierinnen bisher gefolget unddemselben auch ferner folgen
wollen, zweifle auch nicht, da ich gewiß versichert bin, daß
er nur der Gemeine und Ihr eigenes Beste suche, Sie wer-
den solches gleichfals erkennen und auch mit der Zeit erfah-
ren, daß sie darunter niemals Schaden leiden; wie es Ihnen
denn auch in der That nützlicher gewesen seyn wird, daß Sie
nicht gleichf anfangs Ihr eigene Haushaltung angefangen.
Es wirdIhnen auch der Herr Pastor Bolzius in der Freyheit
nach Ihrem Gewissen zu handeln Sie nicht hindern. //welches wie denn
ohne demmehr bey bey nicht so wohl bey Unterlassung einer Sache als viel
wenn dieselbe Hinderniß findet, als vielmehr wenn man
etwas wieder seiner Erkänntniß thun soll,
et wie es denn überhaupt solches eine
das Gewissen leidet, viel weniger //Nur ist
esauch nicht als eine Hinderung //in// solcher Freyheit anzusehen
wenn man sich in dieser oder jener Commodität und ge-
machten Project auf eine Zeitlang um des Wercks Gottes
willen, und seinen Vorgesetzten zu folgen, verleugnet.
Gott gebe Ihnen dazu ferner ein williges Hertz und
erfülle solches mit einem rechten Eifer nur Gottes Ehre
und der Menschen Heyl zu befördern, und lasse Sie dabey
auch seinen Segen also erfahren, daß Sie immer mehr erkennen,
wie selig die Wege Gottes sind und in denselben ein ruhiges und
vergnügtes Gemüth haben können, welches eine grosse Wohlthat
Gottes ist, um deswillen ich Sie auch zu solcher Fassung des Gemüths
senheit des Herrn Pastors Bolzii das Diarium fortsetzen müs-
sen,
Meyers einige curiosa und Naturalia samlen wollen, ist mir
sehr angenehm
gereichen können. Weil Sie von
Incommodität an der Gesundheit verspühret : so wird es //desto// nöthiger
seyn, daß Sie Ihre Zeit desto ordentlicher einzutheilen suchen,
damit weder der Gesundheit und dazu nothigen motion, noch
der Arbeit //noch auch der Sorge für die eigene Sele//
etwas abgehe. Wenn man alle Zeit wohl
auskauft ; so bleibt schon genugsame Zeit auch zur Motion
übrig. Sonsten ist es mir aus dem P. S. an Herrn Diacon Niemeyer vor-
gekommen, als wenn Sie
Bolzii Einrichtung
ne Haushaltung anfangen können, etwas unzufrieden gewesen.
Hätte also gewünscht, daß Sie dem Herrn Pastor Bolzio nur Ihr
Verlangen und Ursachen
möglich Ihren //Wunsch// gerne allzeit erfüllen wird, wo er nicht ander
Bedencklichkeiten hat. Indessen ist es mir lieb, daß Sie demselben
auch hierinnen bisher gefolget und
wollen, zweifle auch nicht, da ich gewiß versichert bin, daß
er nur der Gemeine und Ihr eigenes Beste suche, Sie wer-
den solches gleichfals erkennen und auch mit der Zeit erfah-
ren, daß sie darunter niemals Schaden leiden; wie es Ihnen
denn auch in der That nützlicher gewesen seyn wird, daß Sie
nicht gleich
Es wird
nach Ihrem Gewissen zu handeln Sie nicht hindern. //
ohne dem
wenn dieselbe Hinderniß findet, als vielmehr wenn man
etwas wieder seiner Erkänntniß thun soll,
das Gewissen leidet, viel weniger //
es
wenn man sich in dieser oder jener Commodität und ge-
machten Project auf eine Zeitlang um des Wercks Gottes
willen, und seinen Vorgesetzten zu folgen, verleugnet.
Gott gebe Ihnen dazu ferner ein williges Hertz und
erfülle solches mit einem rechten Eifer nur Gottes Ehre
und der Menschen Heyl zu befördern, und lasse Sie dabey
auch seinen Segen also erfahren, daß Sie immer mehr erkennen,
wie selig die Wege Gottes sind und in denselben ein ruhiges und
vergnügtes Gemüth haben können, welches eine grosse Wohlthat
Gottes ist, um deswillen ich Sie auch zu solcher Fassung des Gemüths