Dero väterliche Gütigkeit in Versorgung unserer geringen
Häuser mit dieser und andern Gaben. Der HErr mache mich
und //die// Meinigen recht tüchtig für Dieselben, Dero Amt und
das Waysenhauß zu beten, und also die Vergeltung,
so bey uns nicht steht, bey dem HErrn zu suchen.
Wir befinden uns ietzo in unsern Häusern ziemlich wohl, die
Gehülffin meines Herrn Collegen unsere wertheste Frau
Schwägerin ist zwar in diesen Sommer gefährlich kranck
gewesen, Gott hat sich aber über uns erbarmet und sie
wieder aufgerichtet, doch hat sie beständig einen kräncklichen
Leib, den ihr aber Gott an der Seele wol zu vielen guten
dienen läßet; wir werden auch dadurch im Glauben ge-
übet. Eben so siehet es mit verschiedenen Gliedern der Gemeine
aus, die wol nicht schwehrlich kranck sind (denn dergleichen haben
wir ietzo eben nicht) doch einen schwachen und gebrechlichen Leib
mit sich herum tragen, der von Zeit zu Zeit wegen der
harten Arbeit und Mangel der nöthigen Beyhülffe immer
mehr und mehr an Kräfften abnimmt. Bisweilen gehet auch
die Schwachheit so weit, daß entweder der Mann oder
das Weib unvermögend ist zur Arbeit, oder sie sind
es auch wol beyde, daraus denn mancherley harte Umstände
kommen für sie selber und für die Kinder, sonderlich wenn eins abgehet.