hindurch erhalten werden. Dieses kommt nun wol her aus Mangel des Waßers in
dem Mühl-Fluß in der meisten Zeit des Jahres, mithin solte genugsam Waßer aus
den Savannah Fluß in den Mühl Fluß gebracht, und in diesem also einge-
schrenckt werden, daß es den Mühlen zu gute käme. Daß dieses so gar schwehr
fallen würde kann ich nicht sehen, da mir die Gegend bekandt ist. Wenn aber das
Waßer recht ist, so hat es bisher an einem Mittel und genugsamer Assistenz
bey dem Säge-Müller gefehlet, Tag und Nacht zu schneiden, doch ist
man auch wol offt mit der bequemen Zeit nicht rathsam genug umgegangen.
Dabey denn auf unser Seite nichts beßer denn Geduld ist, weil sonst
Schade entstehen würde. Unser Bretter haben ietzo einen solchen guten
Preiß, werden auch so häuffig verlangt, daß wenn wir könten genug
sägen, da wir einen noch so großen Vorrath an Holtze haben, so würde
mit der eingenommene Bezahlung vieles in der Gemeine bestritten werden
können. Bisher hat man nur den Leuten mit den gesägten Brettern und
Mehl-machen gedienet, das eingenommene Geld aber ist wieder auf die Re-
paratur gegangen, wozu in diesem Lande, da das Holtz leicht faulet,
viel gefordert wird. Aus der Ursach solten die Mühlen auch dem Damm näher
stehen, (wie auch die kleine vorgedachte Mahl-Mühle gantz nahe stehet) da
ietzo nicht nur die 2 breite und lange Rinnen nebst ihrem Gestell darauf sie ruhen
viel kosten, ia das Waßer, so durch die Ritzen dringet auch wol bisweilen
über die Rinne gehet zum Schaden des Dammes viel Erde wegspühlet, sondern
es verlieret auch das Waßer in den langen Rinnen seine Krafft, die es vorne
von dem Druck des hintern Waßers in die Rinne bekommt, ohne welchen
Druck, (es habe denn das Waßer einen tieffen Fall) es gantz matt ist, und das
ist die haupt Ursach warum unsere Mühlen so viel Waßer brauchen.
Sie könten als denn auch etwas tieffer stehen und länger genugsam Waßer
haben. Endlich wäre auch zu wünschen daß die Mühlen von der fast iährlichen
Uberschwemmung im Winter beßer verwahret seyn möchten, welche den Kammrädern
großen Schaden thut; ob nun wol demselben nicht so leicht abzuhelffen seyn
wird, es müste denn das Mühlwerck so eingerichtet werden, daß es könne aufge-
hoben werden, so könte doch die ordinaere Uberschwemmung vermindert, et-
was aufgehalten und eher weggebracht werden durch gewiße zu verfer-
tigende Fallen oder Zugthüren und kleine Dämme. Mehrers thue nicht hin-
zu, was ich angeführt habe, hoffe, wird Euer Hochwürden nicht zu-
wieder seyn, sondern vielmehr zu unser Gemeine Besten nach Dero Weißheit
und Liebe angewendet werden, vielleicht bekommen wir durch Dero Vor-
sorge einen guten Rath, da es auch um Halle herum dergleichen Wercke giebt.
Wenn es nicht an Leuten fehlte theils die solche Dinge verstünden, theils die mit Hand
anlegen könten und wolten, so würde bald geholffen werden können. Womit
nebst ergebenster Begrüßung vom Herrn Pastor Bolzio, mir und den Unserigen
in aller Hochachtung verharre
dem Mühl-Fluß in der meisten Zeit des Jahres, mithin solte genugsam Waßer aus
den Savannah Fluß in den Mühl Fluß gebracht, und in diesem also einge-
schrenckt werden, daß es den Mühlen zu gute käme. Daß dieses so gar schwehr
fallen würde kann ich nicht sehen, da mir die Gegend bekandt ist. Wenn aber das
Waßer recht ist, so hat es bisher an einem Mittel und genugsamer Assistenz
bey dem Säge-Müller gefehlet, Tag und Nacht zu schneiden, doch ist
man auch wol offt mit der bequemen Zeit nicht rathsam genug umgegangen.
Dabey denn auf unser Seite nichts beßer denn Geduld ist, weil sonst
Schade entstehen würde. Unser Bretter haben ietzo einen solchen guten
Preiß, werden auch so häuffig verlangt, daß wenn wir könten genug
sägen, da wir einen noch so großen Vorrath an Holtze haben, so würde
mit der eingenommene Bezahlung vieles in der Gemeine bestritten werden
können. Bisher hat man nur den Leuten mit den gesägten Brettern und
Mehl-machen gedienet, das eingenommene Geld aber ist wieder auf die Re-
paratur gegangen, wozu in diesem Lande, da das Holtz leicht faulet,
viel gefordert wird. Aus der Ursach solten die Mühlen auch dem Damm näher
stehen, (wie auch die kleine vorgedachte Mahl-Mühle gantz nahe stehet) da
ietzo nicht nur die 2 breite und lange Rinnen nebst ihrem Gestell darauf sie ruhen
viel kosten, ia das Waßer, so durch die Ritzen dringet auch wol bisweilen
über die Rinne gehet zum Schaden des Dammes viel Erde wegspühlet, sondern
es verlieret auch das Waßer in den langen Rinnen seine Krafft, die es vorne
von dem Druck des hintern Waßers in die Rinne bekommt, ohne welchen
Druck, (es habe denn das Waßer einen tieffen Fall) es gantz matt ist, und das
ist die haupt Ursach warum unsere Mühlen so viel Waßer brauchen.
Sie könten als denn auch etwas tieffer stehen und länger genugsam Waßer
haben. Endlich wäre auch zu wünschen daß die Mühlen von der fast iährlichen
Uberschwemmung im Winter beßer verwahret seyn möchten, welche den Kammrädern
großen Schaden thut; ob nun wol demselben nicht so leicht abzuhelffen seyn
wird, es müste denn das Mühlwerck so eingerichtet werden, daß es könne aufge-
hoben werden, so könte doch die ordinaere Uberschwemmung vermindert, et-
was aufgehalten und eher weggebracht werden durch gewiße zu verfer-
tigende Fallen oder Zugthüren und kleine Dämme. Mehrers thue nicht hin-
zu, was ich angeführt habe, hoffe, wird Euer Hochwürden nicht zu-
wieder seyn, sondern vielmehr zu unser Gemeine Besten nach Dero Weißheit
und Liebe angewendet werden, vielleicht bekommen wir durch Dero Vor-
sorge einen guten Rath, da es auch um Halle herum dergleichen Wercke giebt.
Wenn es nicht an Leuten fehlte theils die solche Dinge verstünden, theils die mit Hand
anlegen könten und wolten, so würde bald geholffen werden können. Womit
nebst ergebenster Begrüßung vom Herrn Pastor Bolzio, mir und den Unserigen
in aller Hochachtung verharre
Eurer Hochwürdengehorsamster
H. H. Lemcke