tion zu geben, was so wol mit dem Gelde für die Artzney als für
die Bücher zu thun sey. Was Dieselben verordnen soll uns recht
und lieb seyn. Es brachte mir der selige Herr Boltzius vor
einiger Zeit aus eben gemeldeter Ursach eine Vollmacht über die
Mühlen, bey welchen ich ihm so lang ich hier bin an die Hand gegangen,
in mein Haus, und bat mich, solche anzunehmen, er aber machte sich
damit gantz los von diesen Mühlen; in wie fern gedachte Vollmacht
werde gebrauchen können, muß sich erst aufklären, ietzt kan ich
nichts zu verläßiges //davon// melden.
Ehe ich schließe muß doch noch gedencken, daß oben gemeldte Artz-
ney blos aus Liebe zu der Gemeine angenommen, dabey zugleich
auf unsern Sohn gesehen, der ietzt anfängt den Leuten aus der
Ader zu laßen, daß derselbe mit solcher möge lernen umgehen.
Und weil es mit den Medicis in diesem Lande so schlecht stehet, so
hoffe, er würde etwa durch Bekanntmachung des Herrn D[r]. Richters und Herrn
Prof. Junckers Büchern so weit kommen können, seynen Nächsten nützlich
zu seyn, da ich ihn sonst nicht wol was lernen laßen kan. Bedaure nur daß
unter denen Artzney Büchern der Gemeine keine von dem Herrn Prof. Juncker
waren und des Herrn Thilo’s eigene sind auf öffentlicher Auction mit
seinen übrigen Sachen verkaufft worden, und so ist der Conspectus Chemi-
ae nach Purisburg gekommen, des Herrn Meyers seiner aber ist vorm
Jahr in Savannah verkaufft worden. Die Administration aber
der Artzney nimmt mir nun so viel Zeit weg, daß ich zur Informa-
tion unsers Sohns sehr wenig übrig behalte, den mein Amt kan
ich nicht versäumen. Ihn aber nach Savannah oder Charles-Town
zu schicken, würde ihn in große Gefahr der Verführung setzen,
zu geschweigen daß ich auch das Vermögen dazu nicht habe.
Im gebrauch der Artzney richten wir uns nach der Richterischen
und Junckerschen Anweisung, und der gütige Gott hat unsere
einfältige Art bisher gesegnet, so wol in einer Art hitzigen
Fiebers am Ende des Sommers als auch einer gefährlichen Anginae,