ein wenig einschlief, so kam mir im traum
vor, es stünde Ja so gar ein starcker Man
vor meinem bette, als ich nun sahe, das er
mit seinem ticken starcken arm so steiff auf
mich zu winckte, hörede ich ihm darbeÿ sagen
fürchte dich nicht, den ich bin dein Gott, ich
stärcke dich, ich erhalde dich, ich helffe dir
auch durch die rechte hand meiner gerech-
tigkeit. Darüber erschrack ich, das er so
gewaldig und starck vor mir stund, und
erwachte driber, als ich aber lag, und
sanne, ein wenig nach, was doch diß wol zu
bedeiten hätte, krurtz darauf ward ich mit
solcher liebligkeit nach //in// aller stille nach den in-
wendigen Menschen recht freudig, das also
mein hertz mit vielen liedern, sprüchen u.
psalmen erfüllet, und sonderlich war mir
das schöne lied so kräftig In dich hab
ich gehoffet Herr p, du bist mein stärck
mein fels mein hord, mein schild, meine
kraft sagt mir dein word, mein hilf, mein
heil, mein leben, mein starcker Gott, in
aller Noth, wer Mag dir widerstreben.