d. 3. Sept. 1749. fahren wir noch immer im Rewier; haben contrairen Wind, nach vieler Mühe
d. 5. Sept. kommen wir endlich nach Hellevoutsluys, welches ein berühmter orth, wo die
Schiffe, so nach Engelland hinüber gehen wollen, sich melden müßen. Nachmittag
kamen wir in die offenbahre See, wo wir lauter Waßer sehen, weit und breit.
d. 7. Sept. Kommen wir mit guttem Wind und Wetter an die Insul Whickt, können aber
wegen der Stein Klippen nicht in den Bay. Der Nachte erhebt sich das Meer,
wird stürmisch. unsere Leuthe oder Palsters, wie sie die Engländer nennen,
bekommen die Schiffs-Kranckheit; ich wurde damit verschont, doch hatte
genug zu trösten bey den Kranken, welche dachten nun würde alles untergehen
weil sie noch keine Seehe gefahren.
d. 8. Sept. Weil kein Piloth komt, so wagt es der Obersteuer-Mann (denn der
alte capitain blieb in Hellevoutsluys,) nach den See-Büchern allein, das
Schiff zu dirigiren, passiren auch nachmittag um 4. Uhr, mit der Fluth
glücklich die Steinklippen, welches ihm nicht zu einer kleinen Ehre gereichte
zumal er noch niemals diese Gegenden gefahren, dazu noch ein jun-
ger Mensch von 19. Jahren war, aber in der Mathematic und See-
Wißenschafft vortrefflich versirt war. Die Nacht über liegen wir
bei Newthown vor Ancker.
d. 9. Sept. kommen wir nach Cowes, einem Hawen, an, der neue capitain
Johann Gován ein Schottländer kam hier auf das Schiff, welches
sein eigenes war; wie denn die meisten Matrosen Schotten waren.
auch der Ober Steuer Mann Robert Cassels. Wir nahmen hier neuen
Proviant und hilten das Schiff mit Ballach.
d. 10. Sept. Begrabe ein Kind eines Wirtembergers.
d. 11. Sept. Wieder ein Kind begraben eines andern Virtembergers.
Sie lagen noch fast alle krank an der See Krankheit, wo-
zu noch andere Ma//la//dien schlugen. Eben heute stirbt einem Schwei-
zer sein Kind. Er hat 8. und sind alle krank.
d. 12. Sept. Stirbt dem 3ten Wirtenberger sein Söhnlein, wird begraben.
d. 19. Fahren wir mit schlechtem Nord West Wind von diesem Plaz ab.
Es ist ein schöner Tag, und gehen
d. 20. Sept. Mit schwachem Wind in See dem Schweizer stirbt wieder ein
Kind; und weil da kein ander Rath, so müßen wir es ins Meer sen-
ken. Nach Mittag vortrefflicher Wind.
d. 21. Sept. Schönes Wetter, aber Nachmittag contrairer Wind.
d. 22. Sept. Treibt uns ein Sturm bei 60. englische Meilen zurück und
weil wir ohnmöglich weiter können, ehe wir noch mehr zurück solten
getrieben werden, so fahren wir in den Bay bei Portland vor Way-
mouth, wo wir doch vorher fast bei Torbay waren. Dem Schweizer
stirbt wieder ein Kind, und laßen es über Bord in See. Diese ganze
Nacht war ein grausamer Sturm, ein entsetzliches Brausen, weil
wir aber in Bay vor Ancker liegen ist es keine Gefahr.
d. 23. Sept. Continuirt der Sturm. Nachmittag aber scheunt die Sonne,
doch mit anhaltenden stürmen; daß wir noch vor Ancker liegen müßen
d. 24. Schöner Tag, contrairer Wind. auf den Abend sehen wir sehr
große und viele Seefische in dem Waßer herum schwimmen, auch
daßsich sie wie große Bäume aus dem Waßer schießen.
d. 5. Sept. kommen wir endlich nach Hellevoutsluys, welches ein berühmter orth, wo die
Schiffe, so nach Engelland hinüber gehen wollen, sich melden müßen. Nachmittag
kamen wir in die offenbahre See, wo wir lauter Waßer sehen, weit und breit.
d. 7. Sept. Kommen wir mit guttem Wind und Wetter an die Insul Whickt, können aber
wegen der Stein Klippen nicht in den Bay. Der Nachte erhebt sich das Meer,
wird stürmisch. unsere Leuthe oder Palsters, wie sie die Engländer nennen,
bekommen die Schiffs-Kranckheit; ich wurde damit verschont, doch hatte
genug zu trösten bey den Kranken, welche dachten nun würde alles untergehen
weil sie noch keine Seehe gefahren.
d. 8. Sept. Weil kein Piloth komt, so wagt es der Obersteuer-Mann (denn der
alte capitain blieb in Hellevoutsluys,) nach den See-Büchern allein, das
Schiff zu dirigiren, passiren auch nachmittag um 4. Uhr, mit der Fluth
glücklich die Steinklippen, welches ihm nicht zu einer kleinen Ehre gereichte
zumal er noch niemals diese Gegenden gefahren, dazu noch ein jun-
ger Mensch von 19. Jahren war, aber in der Mathematic und See-
Wißenschafft vortrefflich versirt war. Die Nacht über liegen wir
bei Newthown vor Ancker.
d. 9. Sept. kommen wir nach Cowes, einem Hawen, an, der neue capitain
Johann Gován ein Schottländer kam hier auf das Schiff, welches
sein eigenes war; wie denn die meisten Matrosen Schotten waren.
auch der Ober Steuer Mann Robert Cassels. Wir nahmen hier neuen
Proviant und hilten das Schiff mit Ballach.
d. 10. Sept. Begrabe ein Kind eines Wirtembergers.
d. 11. Sept. Wieder ein Kind begraben eines andern Virtembergers.
Sie lagen noch fast alle krank an der See Krankheit, wo-
zu noch andere Ma//la//dien schlugen. Eben heute stirbt einem Schwei-
zer sein Kind. Er hat 8. und sind alle krank.
d. 12. Sept. Stirbt dem 3ten Wirtenberger sein Söhnlein, wird begraben.
d. 19. Fahren wir mit schlechtem Nord West Wind von diesem Plaz ab.
Es ist ein schöner Tag, und gehen
d. 20. Sept. Mit schwachem Wind in See dem Schweizer stirbt wieder ein
Kind; und weil da kein ander Rath, so müßen wir es ins Meer sen-
ken. Nach Mittag vortrefflicher Wind.
d. 21. Sept. Schönes Wetter, aber Nachmittag contrairer Wind.
d. 22. Sept. Treibt uns ein Sturm bei 60. englische Meilen zurück und
weil wir ohnmöglich weiter können, ehe wir noch mehr zurück solten
getrieben werden, so fahren wir in den Bay bei Portland vor Way-
mouth, wo wir doch vorher fast bei Torbay waren. Dem Schweizer
stirbt wieder ein Kind, und laßen es über Bord in See. Diese ganze
Nacht war ein grausamer Sturm, ein entsetzliches Brausen, weil
wir aber in Bay vor Ancker liegen ist es keine Gefahr.
d. 23. Sept. Continuirt der Sturm. Nachmittag aber scheunt die Sonne,
doch mit anhaltenden stürmen; daß wir noch vor Ancker liegen müßen
d. 24. Schöner Tag, contrairer Wind. auf den Abend sehen wir sehr
große und viele Seefische in dem Waßer herum schwimmen, auch
daß