böse Menschen. Einer ihrer Prediger Cone der weit von mir wohnt erschos einen jungen
stillen Menschen in EbenEzer den ältesten Sohn des Joseph Shuptrine's welcher mit
dem alten Waldhauer executor der Rabenhorstischen Estate war, sein Bruder Niclas Shuptrine ,
der jetzt 72 Jahr alt ist, und in Wilks County wohnt besuchte mich und seine EbenEzeri-
schen Freunde am vergangenen Herbst, und auch diesen Winter wieder. Ich fragte ihn
warum er in seinen hohen Alter noch hierher käme, da er oben in Wilks County das Wort
Gottes auch hören könnte, so antwortete er, daß möchte ich wohl meinen, er könnte sich nicht
erbauen an dem Streit der dortigen Denominationen. Die Presbyterianer, Methodisten
und Baptisten wären heftig an einander gerathen, er läse lieber des Sonntags in seinem
Hause A. H. Franckens Predigten. Er benachrichtigte mich auch, daß mein Freund der Me-
thodistPrediger Hope Hull Wilks County verlassen, und an den äussersten Grentzen
Georgiens sich niedergelassen hätte. Bei allem Widerstandt, welchen ich 1797 bis 98
erfuhr hat mich mein allergnädigster Gott und Heiland mächtig geschützt, daß meine
Widersacher denen ich nie in ihre Häuser kam, mich stehen lassen müssen. Wie ich nach
der Zeit erfuhr, so hatten sie mich aufs äusserste drücken kräncken meinen Namen in-
famiren und mir das Leben so sauer machen wollen, daß ich genöthiget werden sollte Eben-
Ezer zu verlassen. Sie wollten die Kirche und alle Länder welche darzu gehören mit Ge-
walt endlich an sich reissen und einen bischöflichen Prediger in EbenEzer setzen . Betrübt ist
es, daß manche Leute welche zu P[astor] T[riebner] gehören, zu der Zeit mit den englischen Frey-
geistern übereinstimmten. Der älteste Sohn des P[astor] Tr[iebner] der in Savannah wohnt, mag
nicht viel vom Christenthum und Bibel halten. Pastor Tr[iebner] gab seinen Sohn einen jungen Frey-
dencker eine Vollmacht die 649 Pfund des Rabenhorstischen Capitals einzufodern. Dr. Urlsper-
ger hat nicht einmal das Recht es sich anzumasen, da in dem Original Bond wie ich gesehen
haben, der sel. Directoren des WaisenHauses ihre Namen zugleich mit zu finden sind. Z. E.
so wird des sel. Dr. Franckens und Freylinghausens ausdrücklich gedacht. Redliche Christen
in Deutschland sammelten vor die bedrängten Saltzburger aber nicht vor französisch amerikanisch
gesinnte Freydencker. Es wird dem Sohn des P[astor] Tr[iebner] Zeit und Weile lang eine Predigt anzuhö-
ren, er kommt auch in keine Kirche. Geth er in Savannah bisweilen in die englischen Kirchen,
so geschieht es wohl mehr aus Hoffarth als aus Begierde Gottes Wort zu hören. Im vergan-
genen 1803. Jahr konnte ich nur 2mahl das Heilige Abendmahl in EbenEzer verwalten.
2 freche Menschen der 1. Georg Nies und der 2. Immanuel Ziegler musten von der Ge-
meine ausgeschlossen werden. Der 1. ist ein greulicher Flucher, und nannte die Kirche
Ordnung welche der sel. Senior Dr. Muhlenberg verfertigte, und die wir nach der jetzigen
LandesVerfassung in etwas ändern musten eine teuflische Ordnung, und unterstandt sich
beständig Händel anzufangen, wenn das Abendmahl gehalten werden sollte. So muste es von
einer Zeit zur andern verschoben werden, daß viele selbst wegblieben, und sagten, so lange
der Georg Nies fortschimpfte könnten sie ohnmöglich zum Heiligen Abendmahle gehen. Und
dieser Mensch ist ein eifriger Anhänger des P[astor] Tr[iebner]. Der 2. Immanuel Ziegler hat sich an
seiner Mutter vergangen welche eine 72jährige Wittwe ist, er hielt sie im vorigen Jahre
ebenfalls vom Abendmahle ab. Dann hat er noch frech seinen verstorbenen Vater verdammt,
stillen Menschen in EbenEzer den ältesten Sohn des Joseph Shuptrin
dem alten Waldhauer executor der Rabenhorstischen Estate war, sein Bruder Niclas Shuptrine ,
der jetzt 72 Jahr alt ist, und in Wilks County wohnt besuchte mich und seine EbenEzeri-
schen Freunde am vergangenen Herbst, und auch diesen Winter wieder. Ich fragte ihn
warum er in seinen hohen Alter noch hierher käme, da er oben in Wilks County das Wort
Gottes auch hören könnte, so antwortete er, daß möchte ich wohl meinen, er könnte sich nicht
erbauen an dem Streit der dortigen Denominationen. Die Presbyterianer, Methodisten
und Baptisten wären heftig an einander gerathen, er läse lieber des Sonntags in seinem
Hause A. H. Franckens Predigten. Er benachrichtigte mich auch, daß mein Freund der Me-
thodistPrediger Hope Hull Wilks County verlassen, und an den äussersten Grentzen
Georgiens sich niedergelassen hätte. Bei allem Widerstandt, welchen ich 1797 bis 98
erfuhr hat mich mein allergnädigster Gott und Heiland mächtig geschützt, daß meine
Widersacher denen ich nie in ihre Häuser kam, mich stehen lassen müssen. Wie ich nach
der Zeit erfuhr, so hatten sie mich aufs äusserste drücken kräncken meinen Namen in-
famiren und mir das Leben so sauer machen wollen, daß ich genöthiget werden sollte Eben-
Ezer zu verlassen. Sie wollten die Kirche und alle Länder welche darzu gehören mit Ge-
walt endlich an sich reissen und einen bischöflichen Prediger in EbenEzer setzen . Betrübt ist
es, daß manche Leute welche zu P[astor] T[riebner] gehören, zu der Zeit mit den englischen Frey-
geistern übereinstimmten. Der älteste Sohn des P[astor] Tr[iebner] der in Savannah wohnt, mag
nicht viel vom Christenthum und Bibel halten. Pastor Tr[iebner] gab seinen Sohn einen jungen Frey-
dencker eine Vollmacht die 649 Pfund des Rabenhorstischen Capitals einzufodern. Dr. Urlsper-
ger hat nicht einmal das Recht es sich anzumasen, da in dem Original Bond wie ich gesehen
habe
so wird des sel. Dr. Franckens und Freylinghausens ausdrücklich gedacht. Redliche Christen
in Deutschland sammelten vor die bedrängten Saltzburger aber nicht vor französisch amerikanisch
gesinnte Freydencker. Es wird dem Sohn des P[astor] Tr[iebner] Zeit und Weile lang eine Predigt anzuhö-
ren, er kommt auch in keine Kirche. Geth er in Savannah bisweilen in die englischen Kirchen,
so geschieht es wohl mehr aus Hoffarth als aus Begierde Gottes Wort zu hören. Im vergan-
genen 1803. Jahr konnte ich nur 2mahl das Heilige Abendmahl in EbenEzer verwalten.
2 freche Menschen der 1. Georg Nies und der 2. Immanuel Ziegler musten von der Ge-
meine ausgeschlossen werden. Der 1. ist ein greulicher Flucher, und nannte die Kirche
Ordnung welche der sel. Senior Dr. Muhlenberg verfertigte, und die wir nach der jetzigen
LandesVerfassung in etwas ändern musten eine teuflische Ordnung, und unterstandt sich
beständig Händel anzufangen, wenn das Abendmahl gehalten werden sollte. So muste es von
einer Zeit zur andern verschoben werden, daß viele selbst wegblieben, und sagten, so lange
der Georg Nies fortschimpfte könnten sie ohnmöglich zum Heiligen Abendmahle gehen. Und
dieser Mensch ist ein eifriger Anhänger des P[astor] Tr[iebner]. Der 2. Immanuel Ziegler hat sich an
seiner Mutter vergangen welche eine 72jährige Wittwe ist, er hielt sie im vorigen Jahre
ebenfalls vom Abendmahle ab. Dann hat er noch frech seinen verstorbenen Vater verdammt,