Hertzen: O gepreiset sey der Vater in Christo durch den Heil.
Geist Amen. In einer kleinen Weile nahmen mich etliche
wieder hervor, u. wolten mich exerciren, es kam aber auch
ein Lieutenant, der wehrete es ihnen, daß sie es nachlaßen
musten, nachdem aber dräueten sie, schalten mich u. fluchten
entsetzl. aber der Herr lehrete mich stille seyn, beten u. sie segnen, da
erkannte ich die große Langmuth Gottes, samt der Gedult, u. daß
er um seiner Barmhertzigkeit willen ihre Hertzen besänfftig-
te; des folgenden Tages alß die gantze Compagnie zusam-
men kam, geschahe ein großes an mir, ich flehete vor Gott: ob
dieser Kelch möchte vorübergehen? Doch faßete sich meine Seele
mit Christo zu sagen: Vater! nicht mein, sondern dein Wille geschehe,
denn die Stunde war da, daß ich mit hinaus solte vors Thor,
wo das gantze Regiment versamlet war. Man führete mich
hinunter u. stellete mich zwischen die Soldaten, mein Geist schwung sich
zu Gott, die Seele faßete Jesum und verbarg sich in seinem Frieden
und der Leib hatte nur noch ein wenig Krafft übrig zur Be-
wegung und fortzugehen, denn es war mein fester Schluß, mit
Cristo zu sterben, u. meinen Leib dar zu bieten, alß ein Opfer
um der Liebe Jesu willen. Nun das Volck gieng fort, und ich
mit ihnen, um der Schwachheit willen aber, so sich äuserl. an
mir befand, faßete mich einer an und half mich führen, da ge-
dachte ich an den Liebsten Heyland, daß ihm auch einer in seiner
Schwachheit muste helffen das Creutz tragen, den der mir half,