aufgeschlossen, ich fühle die Nähe des Himmels, und recht oft und immer öfter
noch nie empfundne Ahndungen, die mich mit unaussprechlicher Wonne erfüllen
und weit über die Welt und das irdische Leben hinaustragen. Gottes Freude
wohnt in meiner Brust, und ich hoffe mit froher Zuversicht, er, der ihn mir
endlich nach mannichfach verschlungenen Schickungen, frohen u. schmerzlichen,
erkennen u. schmecken ließ, werde in mir auch bewahren.
noch nie empfundne Ahndungen, die mich mit unaussprechlicher Wonne erfüllen
und weit über die Welt und das irdische Leben hinaustragen. Gottes Freude
wohnt in meiner Brust, und ich hoffe mit froher Zuversicht, er, der ihn mir
endlich nach mannichfach verschlungenen Schickungen, frohen u. schmerzlichen,
erkennen u. schmecken ließ, werde in mir auch bewahren.
Mit diesem innern göttlichen Frieden aber entwickelte sich zugleich in mir
ein Wunsch, der früherhin nur zuweilen, wie Blitzesstrahl, augenblicklich
in meiner Seele leuchtete, dessen Ursprung ich mir nicht vergegenwär-
tigen kann, dessen ganze Stärke aber, wie eine außerordentliche himmlische
Kraft mich rasch emporriß, als ich überhaupt anfieng klarer und deutli-
cher mein Daseyn u. seine Bedeutung zu fühlen. Und er ist es, der
mich unwiderstehlich hinzog, Ihnen, Hochachtungswürdigster Mann, ob-
gleich ich nicht das Glück habe, Sie persönlich zu kennen, zutrauungsvoll
mein Herz zu öffnen, und mein Geschick Ihren Händen anzuvertrauen,
in der Ueberzeugung, Sie werden u. können mich dahin führen, wo-
hin mein tiefstes Gefühl und also Gottesstimme mich treibt; es ist
der heiße Wunsch, thätig Theil nehmen zu können an den seegens-
reichen Bemühungen der protestantischen Missionsgesellschaften,
u. als Missionär in Ostindien der Ausbreitung u. Beförderung
des Reiches Gottes mein Leben weihen zu dürfen. Freylich sollte
mich hier vor allen das geringe Maß meiner Kräfte abschrecken; es
ist ein großes, heiliges Werk, Gottes Wort, das Jesus einst vom Himmel
brachte, zu predigen denen, die den Herrn noch nicht kennen, oder da, wo
es schon durch würdige Werkzeuge Gottes wirksam u. heilbringend
verkündet worden ist, vor dem vergiftenden Hauche des unseeligen,
ringsum herrschenden Götzendienstes zu schützen u. zu bewahren.
Nur auserwählte, von Gott berufene Jünger, ähnlich an göttlicher Kraft
denen, die unser Erlöser einst in alle Welt sandte, können es wagen,
hier am jungen, zarten Weinberge Gottes zu pflanzen u. zu pflegen.
Ich bin 23 Jahr alt, habe mir auch oft in stillen, ruhigen Stunden
die hohe Würde dieses Heiligen Geschäftes und die Schwierigkeiten des-
selben vor die Seele geführt; aber der innere, heiße Wunsch ward
immer mehr entflammt. Und dieser unwiderstehliche Drang, der fast
unwillkührlich zum Mittelpunkt meines ganzen innern Lebens wurde,
in meiner Seele leuchtete, dessen Ursprung ich mir nicht vergegenwär-
tigen kann, dessen ganze Stärke aber, wie eine außerordentliche himmlische
Kraft mich rasch emporriß, als ich überhaupt anfieng klarer und deutli-
cher mein Daseyn u. seine Bedeutung zu fühlen. Und er ist es, der
mich unwiderstehlich hinzog, Ihnen, Hochachtungswürdigster Mann, ob-
gleich ich nicht das Glück habe, Sie persönlich zu kennen, zutrauungsvoll
mein Herz zu öffnen, und mein Geschick Ihren Händen anzuvertrauen,
in der Ueberzeugung, Sie werden u. können mich dahin führen, wo-
hin mein tiefstes Gefühl und also Gottesstimme mich treibt; es ist
der heiße Wunsch, thätig Theil nehmen zu können an den seegens-
reichen Bemühungen der protestantischen Missionsgesellschaften,
u. als Missionär in Ostindien der Ausbreitung u. Beförderung
des Reiches Gottes mein Leben weihen zu dürfen. Freylich sollte
mich hier vor allen das geringe Maß meiner Kräfte abschrecken; es
ist ein großes, heiliges Werk, Gottes Wort, das Jesus einst vom Himmel
brachte, zu predigen denen, die den Herrn noch nicht kennen, oder da, wo
es schon durch würdige Werkzeuge Gottes wirksam u. heilbringend
verkündet worden ist, vor dem vergiftenden Hauche des unseeligen,
ringsum herrschenden Götzendienstes zu schützen u. zu bewahren.
Nur auserwählte, von Gott berufene Jünger, ähnlich an göttlicher Kraft
denen, die unser Erlöser einst in alle Welt sandte, können es wagen,
hier am jungen, zarten Weinberge Gottes zu pflanzen u. zu pflegen.
Ich bin 23 Jahr alt, habe mir auch oft in stillen, ruhigen Stunden
die hohe Würde dieses Heiligen Geschäftes und die Schwierigkeiten des-
selben vor die Seele geführt; aber der innere, heiße Wunsch ward
immer mehr entflammt. Und dieser unwiderstehliche Drang, der fast
unwillkührlich zum Mittelpunkt meines ganzen innern Lebens wurde,