Als ich nun //in// Ehestand mich begeben, so funde
sich allerhand Creitz und noth, ich hatte nicht viel
Mittel, hatte auch kein hauß, so fing ich an zu bau-
en, dariber gerüth ich in zimlige schuld, das mir
oft angst und bange war, so traf ich des s.
Herr Vallendinus Wudrians Creitzschul an
die must ich nun haben, borget auch 13 Groschen dar
zu, und kaufte es, das meine frau nicht
wuste, hatte es auch wol ein gantz virttel Jahr
verborgen, laß fleißig, das that mir nun
einen gewaldigen ein trag, wie Man sich in
Creitz und wider werdigkeit verhalden
und wie uns +. und driebsal so ein angene-
hme artzeneÿ für unsere seele were, wen
wir es nur glauben könden.
Endlich da mir es viel linderung und trost
in meinen armuth gab, so zeigte ichs auch mei-
ner Frau, die sagte je das schöne buch, wo habt
ihr den das geld genommen darzu, und hatte
noch nicht drinnen gelesen, Endlich traten wir
zusammen, lasen ein Capittel nach dem andern
und fingen also beide mit einander an,
das sanfte Joch Christi zu ziehen.