Derselbe ist in Potzdam zu erfragen
bey Herrn Lerchen, dem alten, einem
Tuchmacher auf der freyheit, gleich
dem Königs-Garten über. Er ist Herrn
Hirschfelden all munter //ad actionem// vorkomen,
etwa 40jährig. Herr Rost oder Herr Wöl-
ner kan mit ihm reden; Herr Wölner
kennet ihn auch. Er ist fast immer
[bey] Lerchen.
gingen wohl gekleydet
es kamen frembde Leute
in die Hütte u. sahen zu
einige sazten sich nieder, und
ließen sich Bier geben, welches
Unordnung verursachte, e.g.
Versäumniß der Arbeit, und
böse Geschwäz. Das Feuer
muß fort brennend gehal-
ten werden, auch wenn die
Arbeiter müßig sind, oder
unfleißig arbeiten, und der
gewin, so sonsten aus der
Arbeit erwächßt, wird weni-
ger, wenn sie nachläßig
arbeiten.
Das Dach ist mit Dachsteinen
gedeckt, oben im Gippfel ist
eine Oeffnung zu Abführung
des Rauchdampffes.
Herr Hirschfeld erzehlete, daß
er in der Glashütte zu Potzdam
bekandt sey, er kennt einen
frommen Mann, welcher drin
gearbeitet habe, aber abgedan-
ket wegen der Gottlosigkeit der
andern Arbeiter, und ein Tuch-
macher geworden.
Er sagte, daß daselbst nur einer
das Glasschneiden thue, und
3 Persohnen Glasblasen. Er
meinete, dort würde noch weni-
ger Holz sonsumirt, darin er aber wol fehlet.