welchen Tractat auch der Herr Gen. Lieut. von
Gersdorf lobete. Hier zeigete weiter,
wie der Streit vom Abendmahl sonderlich da-
her entstanden, weil eine iede Parthey den
Modum, oder die Art und Weise, mit der
Vernunfft begreiffen wolte, da denn die Ca-
tholiken die Verwandlung statuirten; die
Reformirten aber das ist durch ein be-
deuten
erkläreten; Man ginge daher am
sichersten, wenn man bey den Worten
bliebe, und frey bekennete, daß man
die Art und Weise nicht begriffe;
Christus sage einmal deutlich: Nehmet
hin und esset, das ist mein Leib
; so
müsse ich ja nothwendig glauben, daß
ich seinen Leib empfange und esse;
deßgleichen, daß ich sein Blut trincke,
weil er saget: Nehmet hin und trincket,
das ist mein Blut; obgleich solches es-
sen und trincken des Leibes und Blutes
Christi auf eine uns unbegreiffliche
Art und Weise geschehe. So sage auch
Christus nicht, daß wir unwürdig seyen,
so wir die Art und Weise nicht be-
griffen; sondern er habe uns hie nur
das thun und das glauben geboten,
und Komme die Würdigkeit darauf an,
daß man einfältig den Worten Christi
glaube, sich Recht dazu bereite, und um
die Frucht desselben bekümmert sey.
Dabey könne ein ieder ruhig seyn, indem
er Christi Worte stehen lasse, und sie
nicht nach seiner eignen Vernunfft deute,
sich auch nach seiner Einsetzung halte.
Hierauf stellete ich vor, was das Ge-
dächtniß des Todes und Blutvergiessens
Christi auf sich habe, und wie dieses