ich eine solche wichtige Sache angreiffen soll, da muß mir traun Gott
die Hand und die Feder führen, oder ich richte Menschen Werck auff,
welches nicht bestehen kan, und lauffe, da ich nicht gesand bin. Sie
glauben aber, daß ich mich zur rechten Zeit auch für allen Universi-
täten und ihre Weißheit, die sie mit Geld erkaufft, und umb Geld
verkauffen, in geringsten nicht fürchten werde, wenn ich gleich
nicht allein defensivè sondern auch offensivè mit ihnen handeln,
und ihre Greuel, daß sie umbs Bauchs willen so viel böse Bu-
ben in Ecclesiam, Remp. et in scholas schicken, welche sie mit
keinem Ernst zur wahren Gottseeligkeit angewiesen, sondern
in ihrer Blindheit also sicher dahin gehen laßen, und zu Frieden
gewesen, wenn sie ihnen nur ihre Collegia wohl bezahlet, dazu Ehr-
geitzige, Geldhungrige, Lustsüchtige, Zänckische, wiedische, furwitzi-
ge Leute ziehen, unter Augen stellen solte. Aber die Krafft des Herrn
Herrn wird mich stärcken, wenn ich solchen kampff antreten soll,
daß ich mein Leben nicht theuer achte umb der warheit willen.
Aber ich gehe nicht, der Herr sende mich denn, damit ich die Fin-
ger nicht verbrenne. Denn Gott ist ein verzehrend Feuer, wer wol-
te sich unterstehen, der ihn fürchtet, ohne Gewißheit seines Willens
sein Bothe zu sein an gantze Länder und Königreiche, und anzugreiffen
zu zerstöhren alle Befestungen und alle Höhen, die sich erheben wieder
das Erkäntniß Gottes. Nun ich sage nochmahls: Ich kann nicht wei-
ter. Ihm will ich nicht ungehorsam seyn. Was Herr M. Wigleb betrifft,
verwundere ich mich, daß Ew. HochEhrw. sich daran stoßen, daß Er mei-
net, er könne ohne Sünde nicht einen öffentlichen Lehrdienst begehren,
welches ich hingegen an ihm lobe, und wünschen möchte, daß die studi-
die Hand und die Feder führen, oder ich richte Menschen Werck auff,
welches nicht bestehen kan, und lauffe, da ich nicht gesand bin. Sie
glauben aber, daß ich mich zur rechten Zeit auch für allen Universi-
täten und ihre Weißheit, die sie mit Geld erkaufft, und umb Geld
verkauffen, in geringsten nicht fürchten werde, wenn ich gleich
nicht allein defensivè sondern auch offensivè mit ihnen handeln,
und ihre Greuel, daß sie umbs Bauchs willen so viel böse Bu-
ben in Ecclesiam, Remp. et in scholas schicken, welche sie mit
keinem Ernst zur wahren Gottseeligkeit angewiesen, sondern
in ihrer Blindheit also sicher dahin gehen laßen, und zu Frieden
gewesen, wenn sie ihnen nur ihre Collegia wohl bezahlet, dazu Ehr-
geitzige, Geldhungrige, Lustsüchtige, Zänckische, wiedische, furwitzi-
ge Leute ziehen, unter Augen stellen solte. Aber die Krafft des Herrn
Herrn wird mich stärcken, wenn ich solchen kampff antreten soll,
daß ich mein Leben nicht theuer achte umb der warheit willen.
Aber ich gehe nicht, der Herr sende mich denn, damit ich die Fin-
ger nicht verbrenne. Denn Gott ist ein verzehrend Feuer, wer wol-
te sich unterstehen, der ihn fürchtet, ohne Gewißheit seines Willens
sein Bothe zu sein an gantze Länder und Königreiche, und anzugreiffen
zu zerstöhren alle Befestungen und alle Höhen, die sich erheben wieder
das Erkäntniß Gottes. Nun ich sage nochmahls: Ich kann nicht wei-
ter. Ihm will ich nicht ungehorsam seyn. Was Herr M. Wigleb betrifft,
verwundere ich mich, daß Ew. HochEhrw. sich daran stoßen, daß Er mei-
net, er könne ohne Sünde nicht einen öffentlichen Lehrdienst begehren,
welches ich hingegen an ihm lobe, und wünschen möchte, daß die studi-