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sellschaft, im westlichen Afrika, an der Körner,

oder Pfefferküste, unweit des Caps Mesurado, südlich von Sierra-Leone, gegründet worden. Auch sie ist zur Aufnahme freigewordener Neger bestimmt und man hat ihr den dieser Bestimmung entsprechenden. Namen Liberia gegeben. Die ersten Ansiedler ließen sich dort in dem gedachten Jahre nieder, und seitdem ist das Gebiet der Colonie durch Ankauf bedeutend erweitert und eine Stadt, Monrovia, nebst mehrern Ortschaften erbaut worden. Schon sind 6 Schulen eingerichtet, die auch von den Nachbarn besucht werden, und die ganze Be­völkerung betrug im Jahre 1831 an 2000 Menschen. Drei kirchliche Gesellschaften befanden sich daselbst, Bapti­sten, Methodisten und Presbyterianer, und um so mehr darf man einem wohlthatigen Einflüsse auf die benachbarten Völkerschaften entgegensehen, da schon eine derselben sich freiwillig unter die Gesetze der Colonie begeben hat, und andere diesem Beispiele folgen zu wollen scheinen.

Nicht ohne Einfluß auf die Eingebornen kann auch die französische Besetzung des Gebietes von Algier bleiben; doch scheint man für jetzt wenigstens um die Ver? breitung des Christenthums sich wenig zu kümmern. Mehr ist in dieser Hinsicht von dem Zuge zu erwarten, den der Engländer Smith vor nicht langer Zeit, von der Cap- stadt aus, mit Unterstützung der englischen Regierung, in Begleitung einiger Missionare, in das noch unbekannte Innere bis zum südlichen Wendekreis, unternommen hat, worüber die umständlichen Nachrichten noch zu erwarten sind.

Auch nach Amerika gingen die Missionar« der Brüdergemeinen, und zwar nicht in die Länder, deren Gold und Edelsteine die ersten europaischen Ansiedler an sich lockte, sondern in die Eisgesilde Grönlands und zu den armen Bewohnern von Labrador. Hier waren sie die ersten Verkündiger des Evangeliums, und gründeten im Jahre 1771 die erste Pflanzstadt, Na in. Mehrere 100 Familien der Eingebornen bekennen sich jetzt dort zum Christenthum«, sie haben Schulen und die 4 Evangelien in ihrer Sprache.

Nach Grönland war schon im Jahre 1721 der fromme norwegische Prediger, HansEged«, als Mis­sionar gegangen, um das schon früher dorthin verpflanzte,